Europäer besorgt über wirtschaftliche Folgen des Rückzugs der USA aus Atomabkommen
Paris (ParsToday/AFP) - Nach dem Austritt Donald Trumps aus dem Atomabkommen sind die Europäer besorgt über die wirtschaftlichen Folgen dieser einseitig getroffenen Entscheidung.
Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire verwies am Mittwoch auf die Androhung Trumps, gegen Firmen die mit Iran Handel betreiben, Sanktionen zu verhängen und betonte: Bei sämtlichen Unterzeichnern des Atomabkommen ist diese Maßnahme Trumps auf Ablehnung gestoßen.
Le Maire bezeichnete den Schritt als einen sehr großen Fehler, der die internationale Sicherheit in verschiedenen Bereichen, einschließlich dem Wirtschaftsbereich bedroht.
Laut dem Wirtschaftsminister sei Paris in großer Sorge darüber, dass französische Firmen mit US-Sanktionen belegt werden, auch würde dies viele Probleme mit sich bringen.
Paris werde in Kürze mit seinen europäischen Verbündeten Gespräche aufnehmen, so le Maire weiter.
Einigen Medienberichten zufolge, werde Frankreich bei der Welthandelsorganisation WHO gegen diese mögliche US-Maßnahme Beschwerde einlegen.
In Bezug auf amerikanische Konzerne hatte das US-Finanzministerium verkündet, die Firmen Boeing und Airbus seien angewiesen worden, keine Flugzeuge an Iran zu verkaufen. Die Ankündigung hatte zur Folge, dass die Aktien des Boeing-Konzerns einen starken Abstieg verbuchten.
Die Firmen-Chefs der beiden Flugzeugbauer gaben bekannt, mit der Entscheidung Trumps werden Aufträge im Wert von rund 40 Milliarden Dollar verloren gehen.
Italien als größter Handelspartner des Iran in der europäischen Union zeigte sich nach dem Austritt der USA aus dem Atomabkommen ebenfalls besorgt über den Verlust von Verträgen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Teheran.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen bekannt gegeben und drohte Unternehmen die mit Iran Handel betreiben mit Sanktionen.