Irans Parlamentspräsident übt Kritik am französischen Verhalten beim Atomabkommen
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Teheran(ParsToday) - Parlamentspräsident der Islamischen Republik, Ali Laridschani, hat die Rolle Paris im Atomabkommen kritisiert.
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Jun 15, 2019 18:13 Europe/Berlin
  • Irans Parlamentspräsident übt Kritik am französischen Verhalten beim Atomabkommen

Teheran(ParsToday) - Parlamentspräsident der Islamischen Republik, Ali Laridschani, hat die Rolle Paris im Atomabkommen kritisiert.

Beim Treffen mit der Vorsitzenden des Außenausschusses in der französischen Nationalversammlung, Mariel de Sarnes, am Samstag in Teheran kritisierte Laridschani, die europäische Finanzgesellschaft "INSTEX" sei auf dem Papier geblieben.

Laridschani sagte, das Versprechen des französischen Staatspräsidenten, Emmanuel Macron, den Atom-Deal erhalten zu wollen, sei nicht in die Tat umgesetzt worden. Er fügte hinzu: Parlamentarier beider Länder können eine wichtige Rolle bei den Entscheidungen spielen.

Laridschani hob dann die Bedeutung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Teheran und Paris hervor und sagte: Während Bankbeziehungen fehlten, könnten Unternehmer beider Länder keine Wirtschaftskooperationen pflegen.

"Mariel de Sarnes" wies bei diesem Treffen die Bedeutung interparlamentarischer Gespräche hin und erklärte: Frankreich sei entschlossen, das Atomabkommen aufrechtzuerhalten, dieser Wille bestehe auch innerhalb der EU, unterstrich die  französische Parlamentarierin.

Laut der Vorsitzenden des Außenausschusses in der französischen Nationalversammlung sei die Wahrung der Sicherheit in Westasien wichtig. Sie  fügte hinzu, Frankreich trete für eine friedliche Lösung der Konflikte in Syrien und Jemen ein.

Monatelang nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien am 31. Januar 2019  das neue Zahlungssystem Instex (Instrument in Support of Trade Exchanges) im Januar nach monatelangen Verzögerungen  gegründet.

Mit dem  Instex schaffen sie eine Art Tauschbörse, die europäische Firmen im Handel mit dem Iran vor US-Sanktionen schützen soll. Das ist allerdings bislang noch nicht aktiviert worden.