Indirekte Verhandlungen zwischen Teheran und Washington/ Israel ist weiterhin besorgt
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ParsToday - Die indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA über die Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran werden am Samstag in Maskat, der Hauptstadt des Oman, stattfinden.
(last modified 2025-04-13T07:19:27+00:00 )
Apr 12, 2025 09:23 Europe/Berlin
  • Indirekte Verhandlungen zwischen Teheran und Washington/ Israel ist weiterhin besorgt

ParsToday - Die indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA über die Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran werden am Samstag in Maskat, der Hauptstadt des Oman, stattfinden.

Nach zwei Monaten politischer Debatten und Aufruhr auf der internationalen Bühne hat sich die Islamische Republik Iran endlich zu indirekten Verhandlungen mit den USA bereit erklärt.

Die bevorstehenden Gespräche im Oman sind Teil der diplomatischen Bemühungen, die Spannungen zwischen Iran und den USA abzubauen. Diese eskalieren seit Jahren aufgrund verschiedener Themen, darunter das iranische Atomprogramm, Sanktionen und regionale Spannungen.

Iranische Diplomaten sehen die Verhandlungen jedoch als Test für die Absichten der USA. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Baghaei sagte, die bevorstehenden indirekten Gespräche zwischen der Islamischen Republik und den USA über Teherans friedliches Atomprogramm würden den guten Willen und die Ernsthaftigkeit Washingtons auf die Probe stellen.

„Wir geben der Diplomatie mit Ernsthaftigkeit und offener Wachsamkeit eine echte Chance“, schrieb Baghaei am Freitag auf X.

Er betonte, dass Washington „diese Entscheidung trotz des vorherrschenden Lärms der Konfrontation zu schätzen wissen sollte“.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums wies darauf hin, dass das Ergebnis des Treffens die nächsten Schritte Irans bestimmen werde.

„Wir urteilen nicht voreilig. Wir machen keine Vorhersagen. Wir wollen die Absichten der anderen Seite prüfen und am Samstag eine Lösung finden“, betonte Bagahei. „Wir werden nachdenken und entsprechend reagieren“, hieß es weiter.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi kündigte auch zuvor an, dass Iran und die USA am Samstag in Oman „indirekte Gespräche auf hoher Ebene“ führen werden. „Das ist eine Chance und ein Test. Der Ball liegt auf amerikanischer Seite“, sagte er.

In diesem Zusammenhang sagte auch Behnam Saeedi, Mitglied des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament, am Donnerstag, dass die friedliche Atomenergie sowie die Verteidigungs- und Raketenmacht die roten Linien Irans seien, und betonte: „Der Besitz von friedlicher Atomenergie sowie von Raketen- und Verteidigungskraft ist das Recht der Islamischen Republik Iran und wir werden mit keinem Land über diese Fragen verhandeln“.

Auch US-Außenminister Marco Rubio äußerte am Donnerstagabend die Hoffnung, dass die Verhandlungen mit Iran zum Frieden führen werden.

Auf der anderen Seite ist der Hauptverantwortliche für Spannungen, Krieg und Konflikte in Westasien, das zionistische Regime, weiterhin besorgt über die Dominanz des diplomatischen Prozesses auf internationaler Ebene.

In ihrer jüngsten Reaktion auf die indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA im Oman schrieb die zionistische Zeitung The Jerusalem Post in einem Artikel unter Berufung auf informierte zionistische Quellen: „Hochrangige israelische Quellen haben ihre Besorgnis darüber ausgedrückt, dass US-Präsident Donald Trump ein Abkommen mit dem Iran unterzeichnen könnte, das Israel als ‚schwach‘ betrachtet“.

Dennoch bleibt Iran gegenüber den USA pessimistisch, und dieser Pessimismus rührt von dem widersprüchlichen Verhalten der USA her, das seine Wurzeln in den jahrzehntelangen repressiven Sanktionen gegen Teheran hat. Während heute im Oman indirekte Gespräche zwischen Teheran und Washington stattfinden sollen, versuchen die USA unter dem Einfluss der zionistischen Lobby den Druck auf Teheran zu erhöhen.

So hat das US-Finanzministerium im Vorfeld der indirekten Gespräche am Samstag Sanktionen gegen eine Einzelperson und vier Unternehmen verhängt, weil sie Iran angeblich geholfen haben, die Sanktionen gegen die Ölindustrie zu umgehen.