Ägypten: 23 Anhänger Mursis zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt
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Ein Anhänger der Muslimbruderschaft wird in Kairo verhaftet. (8. Januar 2013) Bild: Reuters
Kairo (Press TV/ AFP/ IRNA) – Ein Gericht in Kairo hat 23 Anhänger des entmachteten ägyptischen Präsidenten Mursi, unter der Anschuldigung an gewaltsamen Protestaktionen beteiligt gewesen zu sein, zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt.
Am Mittwoch gaben ägyptische Justizvertreter an, dass 15 der Angeklagten zu lebenslanger Haft, und weitere zu 8, 10 bis 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurden.
Zu den Anschuldigungen gehörten unter anderem: Angriffe auf staatliche Behörden, das Tragen von Waffen und die Ermordung von Zivilisten.
Amnesty International (AI) hatte vor einiger Zeit in ihrem Bericht veröffentlicht, dass 2015 allein nahezu 12.000 Personen unter dem Vorwand der Bekämpfung des Terrorismus verhaftet wurden, unter denen sich auch Antiregierungsdemonstranten und Reporter befanden.
AI fügte hinzu: Angriffe auf Menschenrechtsaktivisten, nichtstaatliche Organisationen, Folter und Misshandlung von Gefangenen, sowie zahlreiche ungerechte Gerichtsverhandlungen die zu Todesstrafen von hunderten Verurteilten führten, gehören zu dem menschenrechtsverletzenden Vorgehen der amtierenden Regierung in Kairo.
Seit der Entmachtung Mursis im Jahr 2013 sind hunderte Regierungsgegner getötet und tausende verhaftet worden.