Hisbollah: USA und IS sind zwei Kehrseiten derselben Medaille im Irak
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Beirut (Press TV/ParsToday) - Die libanesische Hisbollah hat die US-Militärpräsenz und den IS-Terrorismus als zwei Kehrseiten derselben Medaille im Irak bezeichnet.
(last modified 2025-08-23T09:00:00+00:00 )
Mrz 09, 2021 13:19 Europe/Berlin
  • Hisbollah: USA und IS sind zwei Kehrseiten derselben Medaille im Irak

Beirut (Press TV/ParsToday) - Die libanesische Hisbollah hat die US-Militärpräsenz und den IS-Terrorismus als zwei Kehrseiten derselben Medaille im Irak bezeichnet.

Die libanesische Widerstandsbewegung äußerte sich in einer Erklärung, die am Montag nach dem Besuch des Oberhauptes der Katholischen Kirche -Papst Franziskus - im Irak abgegeben wurde, bei dem der Papst mit dem hochrangigen schiitischen Geistlichen Großayatollah  Ali al-Sistani zu einem Gespräch zusammentraf.

"Die USA und der IS-Terrorismus sind zwei Kehrseiten derselben Medaille, die beide auf das irakische Volk sowie auf die Einheit und die sozialen, religiösen und nationalen Elemente des Landes abzielen", erklärte die Hisbollah.

Weiter heißt es in der Erklärung, dass der Irak in den beiden letzten Jahrzehnten mit zahlreichen Problemen und Kriegen konfrontiert gewesen sei, welche die USA und der Terrorismus dem Land auferlegt hätten.

Themen des Gesprächs zwischen Papst und Großayatollah Sistani

Die libanesische Widerstandsbewegung lobte in ihrer Erklärung auch die Standpunkte von Großayatollah Sistani in Bezug auf die Notwendigkeit, das Leiden, die Unterdrückung und die Armut der Menschen sowie den Krieg, die Gewalt, die Belagerung und die Obdachlosigkeit zu beenden, mit denen viele Völker konfrontiert seien, insbesondere auch das palästinensische Volk.

Sie äußerte zudem die Hoffnung, dass der Besuch des Papstes dem Irak den Weg ebnen werde, seine verdiente Rolle sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene zu spielen.

Die Hisbollah forderte die religiösen und spirituellen Autoritäten auf der ganzen Welt auf, ihre Rolle gegen Aggression, Besatzung und Terrorismus sowie bei der Verwirklichung der Rechte der Menschen, sich der Besatzung bis zur Erreichung von Freiheit und Gerechtigkeit zu widersetzen, zu spielen.

Der Papst ist am vergangenen Freitag zu einer viertägigen Reise in den Irak gekommen, inmitten der Coronavirus-Pandemie. Neben Großayatollah Sistani traf Papst Franziskus auch mit dem irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kazimi und Präsident Barham Salih zusammen.

Der Irak hatte im Dezember 2017 nach einer dreijährigen Militärkampagne zur Terrorismusbekämpfung den Sieg über den IS erklärt.

Die Überreste der  Terroristen führen jedoch weiterhin sporadische Angriffe im ganzen Irak durch und versuchen, eine neue Zeit der Gewalt zu bringen.

Der IS hat seine Terroranschläge im Irak seit Januar 2020 verstärkt, nachdem die USA den iranischen Top-General der Terrorismusbekämpfung, Qassem Soleimani, und den stellvertretenden Leiter der irakischen  Volksmobilisierungseinheiten (PMF), Abu Mahdi al-Muhandis, zusammen mit ihren Begleitern bei einem Drohnenangriff, der vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump angeordnet wurde, in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad ermordeten.