Europa fordert Ausnahmen bei Iran-Sanktionen
London (Paris/ Berlin) – Die europäischen Seiten im Nuklearvertrag mit Iran haben die hohen US-Funktionsträger an ihre Verpflichtungen beim Atomdeal erinnert und eine Befreiung von den US-Sanktionen für EU-Unternehmen gefordert.
Minister der drei europäischen Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben in einem gemeinsamen Brief an die US-Regierung eine Sanktionsbefreiung für europäische Unternehmen verlangt. Darin legten sie konkret die Bereiche Gesundheit, Energie, Autoindustrie, Flugverkehr, Bankwirtschaft, Infrastruktur und Medizin fest.
Die europäischen Außen-, Wirtschafts- und Finanzminister haben in ihrem Schreiben an den Finanz und Außenminister der USA betont, der Ausstieg Irans aus dem Atomabkommen werde eine Region, in der die Zuspitzung von Konflikten katastrophal sein kann, weiter instabilisieren.
US-Präsident Donald Trump stieg in einem gesetzeswidrigen Schritt aus dem Atomabkommen aus und gab bekannt, dass die Sanktionen, die im Rahmen des JCPOA-Vertrages aufgehoben wurden, wieder aufgenommen werden.
Die Europäer haben diese Entscheidung kritisiert und angekündigt, die Abmachung zu erhalten. Außerdem planen sie Schritte zum Schutz ihrer Unternehmen gegenüber den US-Sanktionen.