Türkei lehnt US-Forderung nach Einstellung iranischer Ölimporte ab
Washington (ParsToday) - Der türkische Außenminister hat sich gegen die von den USA festgelegte Frist zur Reduzierung des Energieimports aus Iran ausgesprochen.
Nach seinem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo in Washington wies Mevlüt Cavusoglu die Forderung des US-Präsident vom Mittwoch zurück, den Import von Ölprodukten aus Iran für sechs Monate einzustellen.
Cavusoglu sagte, die Türkei kann ihre Energiequellen nicht für sechs Monate oder zwei Jahre verändern und niemand wird die anti-iranischen US-Sanktionen unterstützen. Der türkische Außenminister kritisierte zudem ein weiteres Mal das einseitige Embargo der Vereinigten Staaten gegen das Nachbarland Iran.
US-Präsident Donald Trump war am achten Mai 2018 einseitig aus dem Atomabkommen ausgestiegen. Gleichzeitig kündigte er die Wiedereinführung der anti-iranischen Nuklearsanktionen an.
Am 5. November 2018 fügte das US-Finanzministerium mehr als 700 Einzelpersonen, Unternehmen, Banken, Flugzeuge und iranische Schiffe seiner Sanktionsliste hinzu.
Das US-Außenministerium gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass für China, Indien, Japan, Südkorea, die Türkei, Italien, Griechenland und Taiwan sechsmonatige Ausnahmeregelungen gelten und diese Länder von den Iran-Sanktionen vorübergehend befreit seien.