Gedenken an Iqbal Lahori, den großen pakistanischen Denker und zeitgenössischen Rumi
ParsToday- Am Freitag fand in Teheran eine Gedenkkonferenz für Allama Iqbal Lahori statt, an der Iqbal-Gelehrte sowie iranische und pakistanische Dichter teilnahmen.
Mohammad Iqbal Lahori, der große pakistanische Dichter und Denker, wurde 1877 geboren und starb 1938. Iqbal Lahoris Ermutigung zur Rückkehr des Islam auf die politische Bühne wurde von Intellektuellengruppen wahrgenommen und begrüßt. Laut ParsToday betonten die Redner auf der Allama Iqbal Lahori-Gedenkkonferenz seine beispiellose Rolle als „Rumi der Gegenwart“.
Der iranische Dichter Jalal ad-din Mohammad Balchi ist in Iran als Maulawi und im Westen als Rumi bekannt.
Saeed Lashgari, stellvertretender Direktor des iranischen Kunstzentrums, bezeichnete Iqbal Lahori als Brücke zwischen den Kulturen Irans und Pakistans und sagte: „Er hat den literarischen und philosophischen Austausch zwischen beiden Ländern bereichert, und heute müssen wir seine Ideen mehr denn je vorstellen“.
Iqbal; Religiöser Intellektualismus mit fünf existentiellen Reisen
Mohammad Reza Sangari, ein iranischer Literaturwissenschaftler, vergleicht Iqbal mit dem berühmten iranischen Dichter Rumi und zählt seine fünf Reisen auf:
1. Innere Reise: Selbsterkenntnis und Entdeckung des menschlichen Potentials
2. Reise nach Iran: Obwohl er nie in Iran war, wurde er stark von Suhrawardi, Ibn Sina (Avicenna) und Mulla Sadra beeinflusst.
3. Reise in den Westen: Lehrtätigkeit in London und Erkennen der Stärken und Schwächen der westlichen Zivilisation
4. Religiöse Reise: Neuinterpretation des Islam mit Betonung der Rationalität und Wiederbelebung des religiösen Denkens
5. Historische Reise: Kritische und zukunftsorientierte Analyse der Geschichte
Iqbals Botschaft: Selbstbewusstsein und Bewegung
In Anlehnung an Iqbals berühmtes Gedicht „Wenn sich dein Blick ändert, wird sich die Welt ändern“ beschrieb Sangari ihn als einen Lehrer, der „Selbstvertrauen“ und „Dynamik“ betonte.
Respekt für einen globalen Denker
Zum Abschluss der Konferenz sprachen pakistanische Vertreter, darunter Shayesteh Fatima Durrani, in Urdu über den Einfluss Iqbals auf die Literatur des Subkontinents. Die Konferenz endete mit der Überreichung von Dankesurkunden an die Teilnehmer.