wir und unsere Hörer- Teil 56
Hörerpostsendung am 10.April 2016 Bismillaher rahmaner rahim Da sind wir wieder liebe Hörerfreunde mit unserem "Herzlich Willkommen" zu Beginn der Hörerpostsendung 'Wir und unsere Hörer', die Sie jetzt nur noch am Sonntagabend bei uns über die Kurzwelle hören können.
Hier ein paar Stimmen aus der heutigen Post zum Wegfall der Morgenfrequenzen, den wir selbst sehr bedauern.
"Es geht dahin mit unserem Hobby"; "Entscheidend ist doch ober der Betreiber noch auf Deutsch senden mag oder nicht"; "Wir als Hörer müssen das derzeit so hinnehmen wie es ist." "Die Einstellung ist natürlich sehr schade, aber verkraftbar, so lange es die täglichen Abendsendungen via Kurzwelle noch gibt"; "Mit den neuen Frequenzen zur Sommerzeit, habe ich keinen Erfolg, höre daher über Internet."
Nach ein wenig Musik werden Sie liebe Hörerfreunde genauer erfahren, wer uns welche dieser Ansichten geschrieben hat.
Wir haben in unseren Hörerpostsendungen ja schon immer wieder Mails von Ihnen, liebe Hörerfreunde, vorgelesen, die vom Wegfall der Kurzwellen bei den Auslandsdiensten vieler Radiostationen weltweit berichteten, und auch in der neuen Post ist wieder etwas dabei. Da haben wir zunächst die aktuelle Mail von unserem langjährigen Hörerfreund Werner Schubert:
"Hallo nach Teheran,
eigentlich wollte ich mich schon früher melden, aber ich wollte noch etwas zum Empfang der Frühsendung sagen können. An den beiden Ostertagen war nichts zu hören, am heutigen Sonntag auch wieder nicht, und heute kam nun die Auflösung in der Hörerpostsendung - es gibt sie nicht mehr. Schade, schade...
Anfang April hat nun offenbar auch Radio Belarus seine direkten Ausstrahlungen auf der Kurzwelle beendet, es geht dahin mit unserem Hobby. Die zahlreichen privaten Initiativen, die auf KW heute zu hören sind (zum Teil auch mit Über-nahmen von Auslandsdiensten, die eigentlich nur noch im Internet aktiv sind), sind da ein schwacher Trost, denn wegen der geringen Sendeleistung kann ich sie hier in meiner Wohnung praktisch nie empfangen.
Die Stimme der Islamischen Republik Iran ist aber immerhin noch eine Stunde lang am Abend zu hören, leider ist der Empfang bei mir keine Offenbarung, sowohl am Ostersonntag in Oberaudorf wie am heutigen Sonntag in Grafing auf 7235 kHz nur Brauchbarkeit 3, die 9660 kHz war noch schlechter. Ich melde mich natürlich, wie der Empfang sich entwickelt, ich habe da aber wenig Hoffnung auf eine dauerhafte Besserung.
Aber das nur kurz für heute, morgen ruft die Arbeit wieder, vorher bekomme ich noch einen Zahn gezogen, der mir schon seit zwei Wochen Ärger macht und mich an Ostern sogar zum Notdienst getrieben hat. Die Feiertage mögen mich nicht, habe ich doch schon die letzten Weihnachtstage komplett im Bett verbringen müssen.
Wie gesagt, ich melde mich wieder, hoffentlich ist mir bis dahin irgendetwas Erfreuliches eingefallen, meine Post soll ja auch etwas optimistisch sein.
Liebe Grüße aus Oberbayern von
Werner Schubert und den beiden Pelznasen"
Lieber Herr Schubert, schön wäre es gewesen, wenn Sie auch etwas Positives für Ihren Mail-Bericht gefunden hätten. Wir hoffen, dass der Zahnarzt Ihnen inzwischen Erleichterung verschafft hat, damit das Radiohören wieder mehr Spaß macht, wenn auch die Kurzwellenreduzierung immer weiter ihren Lauf nimmt.
Unser langjähriger Hörer Michael Geissler, der sich aber schon einige Jahre nicht mehr gemeldet hatte, ist in seiner Mail von vor einigen Wochen auch auf das Thema der Übertragung von Programmen der internationalen Auslandsdienste eingegangen:
"Ich höre Ihren Sender seit etwa 1981 (hab mit 11 oder 12 Jahren mit dem Kurzwellenempfang angefangen), aus dieser Zeit stammen auch meine ersten QSL-Karten Ihrer Station. Seit dieser Zeit höre ich auch mehr oder weniger regelmäßig Ihre Sendungen, meistens über Kurzwelle, längere Zeit auch über Satellit Eutelsat 13 Grad Ost, solange dies möglich war, leider muss ich aber zugeben, dass ich mich viel zu wenig brieflich bei Ihnen gemeldet habe, das soll sich aber nun ändern, da ich seit kurzem einen Tablet-PC habe, womit das Email-Schreiben schnell und problemlos möglich ist.
Die IRIB-App habe ich auch schon installiert und mehrfach Ihre Sendungen damit gehört, einfach und ohne jegliche Probleme konnte ich somit IRIB auf Deutsch hören.
Aber als altmodischer Kurzwellenfan möchte ich diese Empfangsmöglichkeit nicht vermissen. Da immer mehr internationale Sender ihre deutschsprachigen Sendungen streichen oder die Kurzwellenverbreitung einstellen, freue ich mich sehr, die deutsche Stimme aus Teheran auch weiterhin hören zu können.
Herzliche Grüße nach Teheran, Ihr Michael Geissler"
Herr Geissler beschreibt sich als altmodischen Kurzwellenfan, ist aber auch den neuen Systemen gegenüber aufgeschlossen, was natürlich ein Vorteil ist. Ähnlich sieht es unser ebenfalls langjähriger Hörer Dietmar Wolf:
"Liebes IRIB-Team,
hmm, da gibt es ja einige Aufregung wegen der KW-Übertragungen! Sicherlich bin auch ich ein Kurzwellenfreund und bin immer traurig wenn irgendwelche Frequenzen wegfallen. Der Meinung von Bernd Seiser mit der Auflösung der Redaktionen, kann ich aber nicht folgen, denn es geht ja hier nur um einen Übertragungsweg !!!!
Entscheidend ist doch, ob der Betreiber noch auf Deutsch senden mag oder nicht, und wenn er das dann via Internet macht, dann ist das zumindest für mich sehr wichtig, da ich natürlich in erster Linie an den Inhalten interessiert bin, erst danach kommt der Verbreitungsweg.
Ich habe das am Sonntag 03.04. 2016 wie folgt getan: Laptop via Bluetooth an meine Bose-Soundlink-Box angeschlossen und die komplette Sendung samt Hörerbriefkasten gehört.
SINPO-Werte kann ich natürlich nicht vermelden, denn Internetempfang ist ja immer gut….. solange WLAN funktioniert.
In einer früheren E-mail hatte ich ja bereits berichtet, dass man auch ihre Sendungen auf ein Smartphone laden kann, oder eben ihre App nutzen kann……
Wie dem auch sei, es gibt viele Möglichkeiten IRIB zu hören und oftmals ist es nur die Angst vor dem technisch Neuen?!
PS: Nichts desto trotz liebe auch ich die gute analoge Kurzwelle, aber alles hat seine Zeit und seine Vor- und Nachteile.
Ich hoffe Sie bestätigen mir auch meinen Internet-empfangsbericht?? Andere Sender wie Radio Prag und Radio Slowakei etc. bestätigen jetzt auch Internet-Empfangsberichte.
Liebe Grüße Dietmar Wolf, Hammelburg"
Wir bedanken uns auch bei Herrn Wolff für seine Stellungnahme, mit der er sicher die Meinung von anderen Hörern trifft. Wie bei ihm sind auch in anderen Zuschriften sowohl das Bedauern als auch die Akzeptanz dieser Veränderung zu finden:
"Das IRIB am Morgen nicht mehr über Kurzwelle sendet finde ich persönlich nicht gut nachvollziehbar.
Eine Frequenz am Morgen wäre bestimmt noch möglich gewesen, oder sind die Kosten von IRIB so hoch das nun auch eingespart wird.
Der Abendempfang ist derzeit nicht gerade gut, ich selbst weiche dann auf Internet aus.
Meine Anfrage: Wurden auch andre Sprachdienste reduziert?
In einer weiteren Mail schrieb Herr Leupold noch:
"Wir als Hörer müssen das derzeit so hinnehmen wie es ist,
es gibt ja noch eine "live"-Abendsendung.
Die Hörerpostsendung ziehe ich mir meist aus dem Internet von ihrer Homepage herunter.
Ja, die goldenen Zeiten der Kurzwellensender gehen immer mehr zurück. Die meisten deutschsprachigen Kurzwellensender gibt es noch in Ost-Asien.
Mit freundlichen Grüssen, Dieter Leupold aus Leipzig"
Auf die Frage von Herrn Leupold, ob andere Sprachdienste auch betroffen sind, können wir sagen, dass dies so ist. Wie wir hörten, sind die Mitarbeiter der Auslandsladios bei IRIB auch dabei, ein Schreiben an die Verantwortlichen zu verfassen, in dem die Nachteile des Kurzwellenausfalls deutlich gemacht werden. Hoffen wir auf Erfolg.
Natürlich hat auch unser Hörerfreund Michael Lindner in Gera die Frequenzumstellung geprüft und nach anfänglichen Mißerfolgen folgendermaßen geschrieben:
"Meine lieben Freunde in der deutschen Redaktion!
Gleich nach Ostern möchte ich Ihnen wieder einige Zeilen per E-Mail zukommen lassen. Eigentlich habe ich heute meinen freien Tag, um mich von den Strapazen der letzten Tage zu erholen. Die waren geprägt von sehr viel Arbeit, was ja an solchen Feiertagen wie Ostern im Bereich der Gastronomie absolut normal ist. Dadurch verpaßte ich natürlich auch den großen Frequenzwechsel zu Beginn der Sommerzeit vieler deutschsprachiger Auslandsdienste, die ich regelmäßig höre. Deshalb habe ich heute meinen Weltempfänger "scharf" gemacht, um entsprechende Stationen zu testen. So ist mir auch Radio IRIB ins Netz gegangen, um 17.23 UTC auf den Frequenzen 7235 und 9660 KHz. Während der Ausstrahlung Ihres Stationssignals war der Empfang absolut katastrophal. Ich nehme aber an, dass da die volle Sendeleistung noch nicht erreicht war. Mit Sendebeginn war der Empfang plötzlich stark und klar verständlich, auf beiden Frequenzen. Nach SINPO kann ich folgende Werte geben: 44444 bzw. 54444.
Ja, es sieht also gut aus mit dem Start der neuen Sommer-frequenzen, die IRIB-Programme um 17.23 Uhr UTC scheinen ohne Probleme ihr Ziel zu erreichen. Bleibt also nur zu hoffen, dass das die nächsten Monate so bleibt.
Im Sinne der Freundschaft grüße ich Sie alle ganz herzlich aus Gera in Ostthüringen, Ihr treuer Hörerfreund Michael Lindner"
Zur Einstellung der Morgenfrequenzen schreibt Herr Lindner:
"Die Einstellung ist natürlich sehr schade, aber verkraftbar, so lange es die täglichen Abendsendungen via Kurzwelle noch gibt. Deshalb mein Appell an Sie: BITTE ERHALTEN SIE DIE DEUTSCHSPRACHIGEN RADIOPROGRAMME VON IRIB VIA KURZWELLE!
Mit freundschaftlichen Grüßen Ihr Hörerfreund aus Gera."
Vielen Dank lieber Herr Lindner auch für Ihre Empfangsbeobachtungen und Ihren Appell.
Hörerfreund Jörg Hoffmann schrieb zu den Neuerungen bei IRIB:
"Hallo nach Teheran!
Schade, das sind nicht so gute Nachrichten. Vielleicht melden sich noch mehr Hörer, die die Morgensendung vermissen. Eventuell wäre es möglich, wenn nur auf einer Frequenz gesendet wird. Morgens um 07.20 UTC war das deutsche Programm von IRIB auf Kurzwelle konkurrenzlos, was abends nicht der Fall ist.
Beste Wünsche, Jörg Hoffmann"
Sicher spricht Herr Hoffmann da vielen Hörerfreunden von der Seele und wir bedauern es, womöglich nicht helfen zu können, das alles wieder ins Lot kommt.
Bezüglich der Empfangsqualität der neuen Abendfrequenzen hatten wir bisher auch zumeist schlechte Resonanzen und so positive Meldungen wie sie uns Michael Lindner geschickt hat sind eher selten.
Aber auch bei Günter Jacob kamen unsere neuen Frequenzen relativ gut durch, dass können wir in seiner Mail lesen:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hörte hier in Neuburg bei Passau mit einem JRC-Kommunikationsempfänger NRD-525G und 7-m-Langdrahtantenne Ihr Programm in deutscher Sprache am 7. April 2016 um 1723 UTC mit SINPO 5 – 4 – 5 – 3bis4 und 3bis4 über die 7235 kHz.
(Ab 1800 UTC keine schwachen Störungen mehr von Saudi-Arabien auf 7240 kHz.)
Günter Jacob"
Und Joachim Thiel meldete am 31. März 2016 folgende SINPO-Werte für die Frequenz: 7235 kHz
"3 – 5 - 4 – 4 - 4
Mittelstarkes Signal, keine Interferenz, etwas Rauschen, kaum Schwund."
Allerdings merkte er an:
"Auf 9660 kHz gab es hier heute überhaupt keinen Empfang."
Zu seinen Märzberichten merkte Günter Hessenbruch an:
"Mit den neuen Frequenzen zur Sommerzeit, habe ich keinen Erfolg, höre daher über Internet."
In einer weiteren Mail kamen dann leider auch von Herrn Hessenbruch schlechte Nachrichten:
"Die Abendfrequenzen 7235 und 9660 KHz, konnte ich bisher nur in schlechter Qualität empfangen, das wird sich noch viel bessern."
Wir sind mit Herrn Hessenbruch optimistisch und spielen für Sie alle nun unser heutiges Musikstück.
Wie versprochen wollen wir ein weiteres Mal das Kurzwellenhörer-Treffen, dass OM Bernd Seiser jährlich organisiert, ankündigen und Auszüge des Textes, die uns Herr Seiser zugeschickt hat, vorlesen:
35. überregionales DX-Treffen des Ottenauer Kurzwellenhörerklubs Murgtal mit RTI Höerertreffen am 7. Mai 2016.
Am Samstag den 7. Mai 2016 findet ab 1300 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit im Ristorante Pizzeria Toscana (Schützenhaus Ottenau) am Schießstand 1 in Gaggenau-Ottenau das 35. überregionale DX-Treffen für Kurzwellenhörer und Freunde des Rundfunkfernempfangs statt.
Verbunden wird dieses Treffen wieder mit dem Hörertreffen des Radio Taiwan-Hörerklubs Ottenau.
Wie in den letzten Jahren wird auch RTI Redaktionsleiterin Chiu Bihui an diesem Hörertreffen teilnehmen und uns über die Lage bei Radio Taiwan International informieren.
Zu dieser Veranstaltung sind natürlich alle Kurzwellenhörer, DX-er und Freunde des Rundfunkfernempfangs sehr herzlich eingeladen, unabhängig einer Klubmitgliedschaft.
Auf dem Programm des Treffens steht ein Rückblick auf '10 Jahre Radio Taiwan International-Hörerklub Ottenau', eine Zusammenfassung der wichtigsten auf die Kurzwellen bezogenen Ereignisse in den letzten 12 Monaten in unserer Region, die traditionelle Tombola und das bekannte Stationsquiz.
In diesem Jahr haben wir die Bitte, dass sich die Teilnehmer vor dem Treffen bei Bernd Seiser bis zum 1. Mai 2016 anmelden, damit das Schützenhaus dann auch die für die Teilnehmeranzahl passende Räumlichkeit bereitstellen kann.
Auch mögen sich mit der Bahn anreisende Teilnehmmer, die an der Haltestelle Ottenau abgeholt werden möchten, rechtzeitig (also möglichst bis 29. April), mit uns in Verbindung setzen und die genaue Ankunftszeit an der Stadtbahnhaltestelle Ottenau-Kirche mitteilen.
Am 7. Mai findet auch wieder auf dem überdachten Festplatz beim Sportplatz in Baden-Baden Sandweier der 41. Amateurfunk, Computer und Elektronikflohmarkt statt
Also liebe Hörerfreunde, planen Sie rechtzeitig die Teilnahme an dieser interessanten Veranstaltung, bei der IRIB und die neuesten Entwicklungen bei uns sicher auch Thema sein werden.
Vielleicht ist es den aktiven Kurzwellen-Hörern in Zusammenarbeit mit den Redaktionen der Fachzeitschriften möglich eine chronologische Zusammenstellung über die seit einigen Jahren zunehmende Streichung von Kurzwellenausstrahlungen bei den Auslandsdiensten der internationalen Radiostationen zusammen zu stellen. Eine sicherlich sehr interessante und wichtige Arbeit.
Ganz zum Abschluß dürfen wir heute auch wieder Grüße übermitteln, dieses Mal hat Sie Andreas Pawelczyk in Auftrag gegeben:
"Hiermit möchte ich Herrn Bernd Seiser alles Beste zu seinem
Geburtstag am 7. April 2016 wünschen, vor allem aber Gesundheit, viel Glück und ein langes Leben.
Wir hoffen, dass er uns als Mann der 'Geburtstagsgratulationen'
lange erhalten bleibt.
Zugleich möchte ich es nicht versäumen, meine ehemalige
Schülerin Frau Pötsch in Leipzig und meine ehemaligen Klassenkameraden Joachim Balonier in Hockenheim und Herrn Norbert Eiglmaier in Edingen bei Mannheim zu grüssen. Ich konnte sie alle als neue Hörer der Kurzwellensender gewinnen. Viel Spaß beim Zuhören!"
Alles Gute für Sie alle im Hörerkreis.
und Choda hafez – Gott schütze Sie !