May 04, 2016 09:46 CET

Hörerpostsendung am 24. April 2016 Bismillaher rahmaner rahim Der Frühling schreitet immer weiter voran, und hier bei uns hat nun schon der zweite Frühlingsmonat begonnen. Wenn auch das Wetter noch sehr unbeständig ist, so können wir doch schon die stärkere Kraft der Sonnenstrahlen wahrnehmen und uns darüber freuen, zusammen mit der Natur, die immer mehr und immer farbenfreudigere Frühlingsboten schickt, die uns nach den Wintermonaten froh und dankbar machen für diese Gottesgaben.

Unsere Hörerfreunde lassen uns auch immer wieder gerne an den Frühlingsboten teilhaben, die ihr Herz erfreuen und senden uns ihre Bilder davon zu. Als Beispiel nennen wir das in voller Pracht stehende Mandelbäumchen bei Michael Lindner im Garten oder die lieblichen Küchenschellen, welche die Harings uns als visuellen Frühlingsgruß zugeschickt haben. Vielen Dank.

Und bei Bernd Riga wollen wir uns bedanken, wenn seine Bilder vom verschneiten Sulzbach nun auch schon der winterlichen Vergangenheit angehören. Da machen wir lieber nochmal weiter mit den Frühlingsgrüßen, denn eine Frühlingskarte schickte uns auch unser lieber muslimischer Bruder Frank-Luqman Bresonik:

"Liebe Brüder und Schwestern in Teheran!

Nachdem ich gerade vom Abendgebet aus unserer Moschee nach Hause gekommen bin, möchte ich Euch allen recht viele Frühlingsgrüsse übermitteln, obwohl der Frühling sich noch recht kalt anfühlt."

Was er sonst noch geschrieben hat, lesen wir später und teilen Herrn Bresonik an dieser Stelle noch mit, dass wir auch seine Ansichtskarte aus Bonn bekommen haben. Vielen Dank lieber Herr Bresonik, dass wir zu denen gehören, an die Sie denken wenn Sie auf Reisen sind.

Da wir schon beim Danksagen sind, wollen wir heute zunächst unseren Dank für die vielen Empfangsberichte aussprechen, die in letzter Zeit bei uns eingegangen sind.

Zu den Absendern gehören Martina Pohl, Alfred Albrecht, Joachim Thiel, Paul Gager, Jörg Hoffmann, Andreas Pawelczyk, Dieter Leupold, Heinz Haring, Dieter Buchholz, Horst Kuhn, Günter Jacob, Dietmar Wolf, Werner Schubert, Heinz-Günter Hessenbruch, Volker Willschrey, Ralf Urbanczyk, Ivan Rozhkov, Franz Pößneck, Eduard Alex, Helmut Schafheitle, Dieter Wieland, Hans-Peter Themann, Bernd Riga, Kurt-Jürgen Przystupa

Dass der Dank ist nicht nur unsererseits ist, das zeigen die Zuschriften, die wir von Ihnen liebe Hörerfreunde erhalten haben. Und sie zeigen uns, dass unsere Post gut bei Ihnen angekommen ist, wie in diesem Fall:

 

"Sehr geehrtes Redaktionsteam,

zunächst danke ich Ihnen herzlich für die Zusendung der Souvenirs und der CD-Roms. Nur ich kenne mich mit der PC-Technik nicht aus. Meine Tocher, die sich damit befassen kann, ist nur ganz selten hier.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem großen Land alles erdenklich Gute und verbleibe mit freundschaftlichen Grüßen

Helmut Schafheitle, Singen"

Oder in diesem Fall:

"Vielen Dank für die schöne QSL Karte vom 6.12.2015 und 1000 mal vielen Dank für den sehr schönen Wimpel!!! Ich habe mich ganz toll darüber gefreut !!!! Inzwischen ist hier der viele Schnee wieder verschwunden! Die Tagestemperatur lag heute schon bei +8°, aber sie ging in der Nacht auf minus 2° herunter! Nochmals 1000 mal Danke für alles!

1000 Liebe Grüße nach Teheran sendet Euch Bernd Riga aus Saarbrücken AHOI und Servus von hier."

Und selbst in Österreich kam unsere Post an:

"Sehr geehrte Damen und Herren von IRIB!

Wir hoffen, es geht ihnen sehr gut? Haben eine schöne QSL- Karte für den Februar-Bericht 2016 dankend erhalten.

Nun möchten wir einen Empfangsbericht für den Monat April 2016 senden! ALLES GUTE.

Wieder war Ihr Programm sehr gut und sehr gut moderiert..!

So wünschen wir Ihnen allen alles erdenklich Gute!

Liebe Grüsse von Ihren Hörern aus Österreich: Heinz und Felicitas Haring"

 

Am 1.April erhielten wir diese E-Mail, die sicher kein Aprilscherz war:

"Liebes Irib-Team,

meinen herzlichen Dank für die Zusendung Eurer "Brieftaube" und der Postkarten! Natürlich habe ich schon in den Heften gestöbert und vieles Interessantes über Land und Leute gefunden. Selbst die von mir so geschätzten Rezepte habe ich vorgefunden und auch schon etwas nachgekocht !

Langsam werde ich immer neugieriger und denke darüber nach, eine Rundreise durch den Iran zu buchen. Für mich, die ich aus einem ganz anderen Kulturkreis komme, sicher eine bereichernde und spannende Erfahrung.

Weiter so liebes Team, ich wünsche Euch alles Gute, vor allem Gesundheit und sende Euch viele Grüsse aus dem verregneten Schwalmtal, Sylvia Schober!"

Liebe Frau Schober, herzlich willkommen, wann immer es auch sein sollte. Vielleicht können sie ja dem Film-Tipp unseres Hörerfreundes Paul Gager folgen und sich morgen den Film im WDR anschauen. Um 22.10 Uhr sendet der WDR "Eberl entdeckt den Iran", wir hatten auch in der letzten Woche schon darauf hingewiesen.

Wenns ums Reisen geht, da hat ja Wilhelm Busch schon so schön gesagt:

Viel zu spät begreifen viele

die versäumten Lebensziele:

Freude, Schönheit der Natur,

Gesundheit, Reisen und Kultur,

Darum, Mensch, sei zeitig weise!

Höchste Zeit ist's: Reise, reise!

 

Wie es scheint hat sich unser Hörerfreund Bernd Kowallik auch diesen Rat von Wilhelm Busch zu Herzen genommen, denn er schrieb uns letztens, dass er vom 9. Bis 27. April in Iran ist. Leider ist sein Aufenthalt in Teheran bei der Ab- und Anreise wohl nur sehr kurz, sodass ein Besuch bei IRIB nicht zustande kommen kann. Schade.

 

Aber weiter nun mit dem Dank aus der Hörerrunde: Auch Herr Gager wollte uns Dank sagen und schrieb:

"Werte Redaktion!

Herzlichen Dank für die beiden schönen QSL-Karten für meine Empfangsberichte bis 07. 02. 2016 (bis zur Nr.2681.) sowie für die schöne Grusskarte und die Freqenzübersicht die leider schon wieder Makulatur ist, da ja bekanntlich die Kurzwellenübertragung der Morgensendung eingestellt wurde.

In einer Mail von Andreas Pawelczyk hieß es:

 "Möchte mich bei der Redaktion der Briefkastensendung bedanken, dass ich am 31.01.16 von Euch gesendet wurde. Kam gerade in der Internet-Suchmaschine unter meinem Namen an diese Information.

Recht herzlichen Dank nochmals."

 

Zu seinen Frühlingsgrüßen schrieb uns Frank-Luqman noch:

"Gleichzeitig schicke ich Euch meinen großen Dank für die prachtvolle QSL-Karte auf der die wunderschöne Moschee in Shiraz abgebildet ist, und eine Ansichtskarte mit einer Moschee. Schön, dass Ihr nicht vergessen habt, dass ich nach wie vor Postkarten aus aller Welt, aber auch Briefmarken sammle. Die beiliegenden Fotos die dem jetzigen Stand entsprechen, zeigen meinen palästinensischen Bruder Iya mit Familie und mich. Alles Liebe aus Gladbeck!"

Die gegenseitigen Danksagungen sind nun erst einmal ausgesprochen und wir beenden diesen Teil der Sendung mit unserem Musikstück, um danach noch zu einem anderen Thema zu kommen.

Für sein politisches Engagement und seine kritische Einstellung gegenüber der US-Politik ist unser Hörerfreund Andreas Pawelczyk ja bekannt. Heute wollen wir zwei seiner Mails in diesem Sinne vorlesen. Die erste ist vom 7. April:

 

"Guten Tag liebe Freunde von 'Wir und unsere Hörer',

werde Ihnen demnächst wieder mal einen Empfangsbericht zuschicken, doch zunächst möchte ich einen Kurzbericht über den amerikanischen Geheimdienst und seine Machenschaften senden.

Es gibt da einen CIA-Report über die Tätigkigkeit dieses Geheimdienstes. Er ist überwiegend eine Anleitung zur gezielten Tötung von Aufständischen und politisch unbequemen Personen. Die Vereinigten Staaten gehen ihrer Agententätigkeit besonders in armen Regionen mit äußerster Brutalität nach. Für die meisten Morde, die auf das Konto des CIA gehen,

gibt es keine rechtliche Grundlage. Es gibt auch praktisch von deutscher Seite keine kritische Stimme über die Methoden der amerikanischen Freunde.

Laut dem Report ist Mandela ein Beispiel dafür, dass es besser ist, jemanden zu ermorden, anstatt ihn jahrelang in Haft zu halten. Die grausame Ermordung von Che Guevara schien allerdings ein voller Erfolg zu sein.

Mit Drohnen sind des Weiteren 2009 an die 471 Menschen und im Jahre 2011 ca. 363 Menschen ermordet worden.

Man muß mit Befremden bei den USA feststellen, das demokratische Werte bis auf Gottesniveau hochstilisiert werden, aber dieser Staat in der Praxis als ein Mörderstaat agiert.

Mit freundlichen Grüssen nach Teheran von

Andreas Pawelczyk, Mannheim"

 

Herr Pawelczyk erwähnt die vielen Toten, die durch die Drohnenangriffe der USA verschuldet sind. Das auch Deutschland an den Drohnenangriffen der USA in verschiedenen Ländern beteiligt ist, dass wird gerne von den Politikern und in den Nachrichten vernachlässigt.

Durch eine Presseinformation zum Drohnenprozess vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 5. April 2016, wird aber ersichtlich, dass auch Menschen in Deutschland sich dieser Tatsache bewußt sind und dagegen kämpfen. In der Presseinformation heißt es:

 

Der pensionierte Lehrer Wolfgang Jung, Anwohner der Air Base Ramstein, hat die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesverteidigungsministerin, verklagt. Er will erreichen, dass die Bundesregierung die amerikanische Drohnenkrieg-führung über Ramstein kontrolliert und ggf. unterbindet.

Der Prozess wird von der Internationalen Vereinigung von Rechtsanwälten gegen Atomwaffen – IALANA – unterstützt.

 

Die zweite Mail von Herrn Pawelczyk ist vom 14. April und lautet:

 

"Liebe Freunde von 'Wir und unsere Hörer'

habe mich mal zum Thema Syrien schlau gemacht. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Lage in Syrien halbwegs beruhigt. Nach dem Abzug der russischen Luftstreitkräfte hat jetzt die syrische Armee Palmyra und andere Orte zurück-

erobert. Allerdings soll die Lage in Aleppo noch sehr undurchschaubar sein. Möglicherweise kann jetzt in Kürze die neue Verfassung angenommen werden und erfolgreich eine Wahl, die angeblich vorgezogen wird, durchgeführt werden.

Es ist nur schade, dass es eine hohe Zahl syrischer Flüchlinge gibt und eine größere Zahl an Toten.

Die syrischen Flüchtlinge sind mittlerweile zu einer befremdenden Belastung für etliche europäische Staaten geworden.

Man kann Syrien nur den tiefen Frieden wünschen und hoffen, dass sich im Lande die Menschlichkeit durchsetzt.

Mit lieben Grüssen nach Teheran von

Andreas Pawelczyk, Mannheim Gott schütze Euch!"

 

Herr Pawelczyk wünscht tiefen Frieden für Syrien. Aber wie funktioniert eigentlich Frieden? Dieser Frage geht ein Zeitungsartikel nach, den uns unser langjähriger Hörerfreund Kurt-Jürgen Przystupa aus Duisburg zugeschickt hat. In dem Artikel ist ein Interview mit der Friedenspädagogin Nadine Ritzi abgedruckt.

Aber was ist Friedenspädagogik.

Die UNESCO hat diesen Begriff 1958 so definiert:

Friedenserziehung, aucg Friedenspädagogik oder Friedensbildung, ist eine bewusste Erziehung zum Frieden. Sie leitet dazu an, alle Gewalt fördernden Muster und Strukturen frühzeitig wahrzunehmen und in konfliktlösendes Verhalten umzuwandeln. Ziel ist die Überwindung des Krieges, ausgehend von der Erkenntnis, dass alle Kriege in den „Köpfen der Menschen“ entstehen.

 

Der von Hörerfreund Przystupa mitgeschickte Artikel mit dem Interview, ist auf der Kinderseite der Zeitung abgedruckt, das heißt also, für Kinder- und Jugendliche bestimmt. Aber auch für Erwachsene sind die Ansätze der Friedenspädagogik in diesem Interview durchaus interessant.

Da wird zum Beispiel die Frage beantwortet: Was genau ist eigentlich Frieden?

 

"Wissenschaftler nennen zwei Formen von Frieden. Wenn in einem Land kein Krieg herrscht, sprechen sie von negatvem Frieden. "Negativ" aber nur in dem Sinn, das etwas fehlt. Für positiven Frieden brauchen wir aber mehr als die Abwesenheit von Krieg, etwa weniger Gewalt und mehr Gerechtigkeit.

 

Auf die Frage: Wie funktioniert Frieden? lautet die Antwort:

Streit und Konflikte sind alltäglich, auch in der Schule oder in der Familie. Das ist an sich nichts Schlimmes, weil eine Auseinandersetzung ja auch eine neue Chance für eine Beziehung sein kann. Wichtig ist aber: Wie wird ein Streit ausgetragen? Werden alle gehört? Gibt es genug Raum und Zeit, um den Konflikt auszutragen? Es muss zum Beispiel gewisse Gesprächsregeln geben, damit jeder sich traut, seine Wünsche auszusprechen.

 

Auf die Frage: Funktioniert Frieden auch so zwischen zwei Ländern? lautet die Antwort der Interview-partnerin:

Man kann vieles übertragen, aber natürlich nicht alles. Ein Streit zwischen zwei Menschen ist ja nicht zu vergleichen mit einer militärischen Auseinandersetzung. Aber die Frage, wie man mit Konflikten umgeht, spielt immer eine Rolle.

Geht es um Konflikte zwischen Ländern, müssen sich viele Gegner zusammensetzen, Regierungen, Rebellen, Frauenrechtsvertreter – da ist auch der eine oder andere unangenehme Gesprächspartner dabei.

Leider gibt es Menschen, Gruppen oder Terrororganisationen, die kein Interesse an Frieden haben. Wichtig ist auch, dass man sich Zeit nimmt. Es gibt immer wieder Herrscher, die im Krieg die schnelle Lösung eines Konflikts sehen. Für Frieden gibt es aber keine schnelle Lösung. Frieden ist immer ein Prozess, der sehr lange dauern kann. Dafür ist er die bessere und nachhaltigere Lösung.

 

Und auch die Frage: Was kann man selbst für den Frieden tun?

wird gestellt. Dazu heißt es:

Wenn man sich in der Familie und in der Klasse gegenseitig zuhört, sich respektiert und Streit ohne Gewalt löst, ist dies in jedem Fall ein Beitrag zum Frieden.

Es ist auch ein Beitrag zum Frieden, wenn man sich für andere einsetzt, die wegen ihrer Sprache, ihrer Herkunft oder ihrem Aussehen ausgeschlossen werden. Wir stellen auf unserer Internetseite frieden-fragen.de Menschen vor, die sich für den Frieden engagieren, sogar Schüler und Kindergartenkinder.

 

Der Schlußsatz in diesem Interview lautet:

 

'Man muss kein Friedensnobelpreisträger sein, um etwas für den Frieden zu tun'

Nehmen wir alle diese gute Anregung mit in die neue Woche. Wir danken Herrn Przystupa für den Zeitungsartikel und wünschen ihm und allen anderen in der Hörerrunde eine gute und friedliche Zeit und mehr Frieden für alle Menschen in der Welt.

Choda hafez – Gott schütze Sie!