May 10, 2016 11:15 CET

Hörerpostsendung am 1. Mai 2016 - Bismillaher rahmaner rahim Der 1. Mai – ein Sonntag – welch schönes Zusammentreffen liebe Hörerfreunde, wenn ein neuer Monat an einem Sonntag beginnt. Finden Sie nicht auch?

Beim 1. Mai gibt es da aber einen Wermutstropfen, denn vielen entgeht dadurch ein arbeitsfreier Tag, das ist natürlich bedauerlich. Damit meinen wir natürlich die Situation bei Ihnen in Deutschland, denn hier bei uns ist es ja kein gesetzlicher Feiertag, wie auch in vielen anderen Ländern der Welt nicht, wie z.B. in Großbritannien und Irland. Und in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland fällt der Labor Day auf andere Tage im Jahr.

In vielen Ländern wird der 1. Mai als Tag der Arbeit und des Frühlings gefeiert, wie z.B. in Russland und Finnland. Auch eine schöne Sitte.

Interessant war für uns zu lesen, dass die amtliche Bezeichnung für den 1. Mai in Deutschland durch die Gesetze der einzelnen Bundesländer geregelt ist, und es da wohl Unterschiede gibt. Die offizielle staatliche Bezeichnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen für den 1. Mai lautet:

Tag des Friedens und der Völkerversöhnung bzw. Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde.

 

Ja, wir sind im Mai angelangt liebe Hörerfreunde und wie heißt es auch für den Mai:

'Alles neu macht der Mai'. Da denkt man automatisch an etwas Gutes, aber es ist ja nicht immer gesagt, das etwas Neues auch etwas Gutes sein muss. Was meinen Sie?

Bei IRIB gab es in letzter Zeit auch viel Neues, wie einen neuen Internetauftritt und der Wegfall der Kurzwellenausstrahlung am Morgen. Darüber, ob das etwas Gutes ist, kann man sicher streiten.

Einer, der gerne über diese Neuerungen streiten möchte, und zwar mit den Oberen bei IRIB, ist unser lieber langjähriger Hörerfreund Michael Lindner.

Er hat seine Gedanken zu den Neuerungen bei IRIB mal aufs Papier gebracht und spricht damit sicher vielen von Ihnen in der Hörerfamilie aus dem Herzen:

 

"Meine lieben Freunde in der deutschen Redaktion!

Mit großer Sorge verfolge ich die gegenwärtigen Veränderungen beim Iranischen Auslandsrundfunk IRIB. Nachdem die deutschsprachigen Morgensendungen wie der „Blitz aus heiterem Himmel“ gestrichen wurden, mache nicht nur ich mir berechtigte Gedanken um den Fortbestand der deutschsprachigen Auslandssendungen auf Kurzwelle, sondern auch viele meiner Hobbyfreunde, die ebenfalls treue Hörer von IRIB sind. Die Einstellung der morgendlichen Wiederholungs-programme ist ein großer Verlust, da die Erstausstrahlung am Abend zuvor von der Sendezeit her für viele Hörerfreunde nicht nutzbar ist, da man sich noch auf Arbeit befindet bzw. gerade nach Hause kommt. So verpasst man die Programme und hat leider keine Möglichkeit mehr, diese am nächsten Morgen nachzuhören. Man darf auch nicht davon ausgehen, dass alle IRIB Hörerfreunde über Internet verfügen. Ich kenne eine ganze Reihe von älteren Hörerfreunden, die sich kein Internet leisten können. Für diese Hörergruppe ist es dann besonders schwer, IRIB zu empfangen. Ist es wirklich nicht möglich, diese Entscheidung rückgängig zu machen? Eine morgendliche Wiederholungssendung, wenigstens auf einer Kurzwellen-frequenz, würden bestimmt viele Hörerfreunde begrüßen. Gerade in einer Zeit, wo der Iran das jahrelange politische und wirtschaftliche Embargo erfolgreich überwunden hat, ist es wichtiger denn je, Auslandsrundfunk zu betreiben, um Land und Leute der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Jeder Auslandsrundfunk ist das Sprachrohr und Aushängeschild eines Landes. Deshalb appelliere ich im Namen meiner ganzen Familie und aller meiner Freunde an die Entscheidungsträger von IRIB, die deutschsprachigen Kurzwellenprogramme wie bisher am Leben zu erhalten.

 

Weiter schreibt Herr Lindner:

Nun aber einige Worte zur neuen Gestaltung der Internetpräsentation von IRIB, Pars Today. Natürlich müssen von Zeit zu Zeit solche Auftritte aktualisiert werden, um den Informationsbedürfnissen der Nutzer zu entsprechen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass diese Websites auch gestalterisch so präsentiert werden, dass sie auf den ersten Blick übersichtlich und gebrauchsfreundlich sind. Das vermisse ich bei Pars Today. Zum Beispiel, wenn ich die Hörerpost aufrufen möchte, warum muss ich erst „Programme“ anklicken, um in die Hörerpost zu gelangen? Und warum wird die Hörerpost seit Wochen nicht mehr aktualisiert? Hier steht lediglich der Teil 51 mit der Hörerpostsendung vom 06. März 2016 als „aktuell“ zur Verfügung. Auch vermisse ich andere Hörerbeiträge und Fotos von Hörerfreunden, die auf der alten Internetpräsentation von IRIB regelmäßig vertreten waren. Das finde ich sehr schade, was auch dazu beiträgt, dass ich mich mit Pars Today absolut nicht anfreunden kann.

Mit freundlichen Grüßen aus Gera in Ostthüringen,

Ihr treuer Hörerfreund, Michael Lindner"

 

Vielen Dank Herr Lindner, dass Sie die Situation und die Argumente zu Papier gebracht haben, wir werden alles in die Farsi-Sprache übersetzen und auch weiterleiten. Ob es hilft, steht auf einem anderen Blatt. Aber wir finden es wichtig, dass der Protest der Hörerfreunde auch denen, die an den Schaltpulten sitzen, zu Ohren kommt.

Nicht ganz so enttäuscht über die neue Parstoday-Seite von IRIB ist unser Hörerfreund Karl-Heinz Grüttner, der in seinem langen Brief, für die wir ihm herzlich danken, und den wir auch zu gegebener Zeit vorlesen werden, unter anderem folgendes schreibt:

 

"Ach ja, die neue Seite ParsToday ist als politische Informationsquelle sehr gut gelungen und übersichtlich gestaltet. IRIB ist hier allerdings nur noch eine Rubrik, in die man sich erst hineinklicken muss. Aber das ist bestimmt so gewollt. Damit ist alles unter einem Dach. Hoffentlich gibt es hier dann auch noch einen Platz für das schöne Kapitel "Freunde Irans" wo so viel über die Hörer von IRIB archiviert ist!"

Herr Grüttner meint sicher unsere ehemaligen Rubriken "Aus der Hörerpost", "Historische QSL-Karten" und "Freunde Irans", deren Schicksal leider noch immer nicht klar geworden ist.

An dieser Stelle danken wir auch unserer lieben Hörerfreundin Martina Pohl für Ihre Zeilen zur Kurzwellensituation, die wir ebenfalls übersetzen und weiterreichen werden. Hören Sie was Frau Pohl geschrieben hat:

"Liebe Redaktion von IRIB,

ich vermisse ihre Morgensendung, die leider überraschend eingestellt wurde. Ich hoffe nur,

dass bei der nächsten Frequenzumstellung nicht auch noch die Abendsendung verschwindet

und somit IRIB sich ganz von der Kurzwelle verabschiedet. Es ist mir durchaus bewusst, dass

die Sendeanlagen viel Geld verschlingen und in der heutigen Zeit, bedingt durch das Internet,

keine analogen Kurzwellenausstrahlungen mehr zwingend nötig sind. Aber nicht jeder hat einen

Computer zu Hause. Ein Kurzwellengerät kann überall hin mitgenommen werden, und es ist vor

Viren geschützt.

Vielleicht ist bei den Programmverantwortlichen von IRIB noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Eine eventuelle Rückkehr zur Morgensendung würde ich mir sehr wünschen.

Viele Grüße von Martina Pohl"

Sicher lassen sich viele Argumente für und gegen die Kurzwelle und die Übertragungs-

möglichkeiten unserer Sendungen finden, und die Diskussionen über das Thema sind noch

nicht beendet. Wir hoffen, dass Sie liebe Hörerfreunde sich weiterhin rege an der Diskussion

beteiligen.

Nun machen wir weiter mit dem heutigen Musikstück, es soll fröhlich sein zum 1. Mai, der uns in

einen frühlingshaften blütenreichen Monat führen will.

Wenn wir uns in der nächsten Woche treffen, dann ist ein wichtiger Termin schon vorbei, auf den

Viele im Hörerkreis hinarbeiten und bei dem auch die Situation bei IRIB sicher ein wichtiges

Thema sein wird. Die meisten von Ihnen wissen jetzt bestimmt schon, von was wir sprechen,

ja es geht um das Ottenauer Hörertreffen, genauer gesagt das 35. Überregionale DX-Treffen

des Ottenauer Kurzwellenhörerklubs Murgtal mit RTI Hörertreffen am Samstag den 7. Mai in

Ottenau!

Also liebe Kurzwellenfreunde, liebe DX-er und liebe Freunde des Radio Taiwan Hörerklubs Ottenau,

am kommenden Samstag geht es los, und zwar um 13.00 Uhr Mittel-europäischer Sommerzeit.

OM Bernd Seiser wartet dann im Ottenauer Schützenhaus auf Ihr zahlreiches Erscheinen.

Sie können dieses Treffen ja gleich mit einem Muttertagsausflug in den Nordschwarzwald

verbinden, damit die Damen nicht zu kurz kommen. Zu bieten hat die Region sicher einiges.

Wer mit dem eigenen Fahrzeug kommt, braucht nur die Adresse Gaggenau-Ottenau,

Am Schießstand 1 in den Navigator einzugeben, und wird somit leicht und hoffentlich auch sicher

zum Ziel kommen. Gästehäuser und Hotels stehen bereit für Übernachten.

Wir hoffen, dass sich noch viele in der heutigen Runde für eine Teilnahme entschließen, wenn

ihre Anmeldung vielleicht auch erst nach dem Anmeldeschluß-Stichtag bei Herrn Seiser eintrifft.

Dabei sein ist alles – nehmen Sie sich das zu Herzen liebe Hörerfreunde -, vielleicht können Sie

ja auch eine Aktion starten, die Ihre Proteste gegen die Kurzwellenstreichung der Morgensendung

bei IRIB zum Ausdruck bringt.

 

OM Bernd Seiser betonte noch in seinem Einladungsschreiben:

Zu dieser Veranstaltung sind natürlich alle Kurzwellen-hörer, DXer und Freunde des Rundfunkfernempfangs sehr herzlich eingeladen, unabhängig einer Klub-mitgliedschaft.

 

Auf dem Programm des Treffens steht ein Rückblick auf 10 Jahre Radio Taiwan International Hörerklub Ottenau, eine Zusammenfassung der wichtigsten kurzwellenbezogenen Ereignisse in den letzten 12 Monaten in der Region, die traditionelle Tombola und das bekannte Stationsquiz.

Wie in jedem Jahr wird auch diesmal wieder ein Ausblick auf weitere bevorstehende Hobbyaktivitäten gegeben.

Außerdem führt der RTI Hörerklub Ottenau auch in diesem Jahr aus Anlass des Hörertreffens nochmals einen Diplomkontest mit Radio Taiwan International sowie der Stimme Indonesiens und der Welle 370 als Partnerstationen durch.

Für Empfangsberichte im Kontestzeitraum vom 1. bis 17. Mai 2016 gibt es wie in den letzten Jahren auch wieder ein Kontestdiplom des RTI Hörerklubs Ottenau.

Die Empfangsberichte werden von den Hörerklubmitgliedern Andreas, Franz und Heiko wieder mit einem elektronischen Diplom bestätigt. Ein ausgedrucktes und auf dem Postweg verschicktes Diplom gibt es gegen Kostenerstattung bei Werner Schubert in Grafing.

Weitere Informationen für Interessenten an einer Teilnahme gibt es bei den genannten Personen, sowie bei Bernd Seiser.

Außerdem sollen wir auch noch auf den 41.Flohmarkt für Amateurfunk, Computer und Elektronik am 7. Mai auf dem überdachten Festplatz beim Sportplatz in Baden-Baden Sandweier hinweisen.

Also keine Müdigkeit vorschützen, nutzen sie den schönen Mai um sich und die Hobbykollegen mit einem Wiedersehen zu erfreuen.

Und wir freuen uns dann über entsprechende Berichte und eine hoffentlich große Teilnehmerzahl in Ottenau.

Heute wollen wir auch noch zwei Posteingänge aus Berlin erwähnen, in Berlin traf nämlich ein neuer Empfangsbericht von Christoph Paustian aus Häusern ein. Und was uns besonders freut ist, dass er die DVDs mit dem iranischen Maria-Film nun auch gut erhalten hat:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren von IRIB,

vielen Dank für die DVDs u.a. "Die heilige Maria", sie trafen am 16.4. ein. Mehr dazu in meinem nächsten Brief, wenn ich die DVDs gesehen habe. Anbei ein Aprilbericht, bitte um QSL-Karte. Danke und viele Grüße Ihr Christoh Paustian"

 

Das man uns auch noch in Bad Griesbach hört, bestätigte uns der Empfangsbericht von Klaus Huber vom 13.April, der uns SINPO 3-5-4-4-4 über die 9660 kHz bescheinigt. Leider kam keine Bestätigung von ihm über den Erhalt unserer DVDs, es hätte uns interessiert, was ein Pfarrer zu unserem Maria-Film sagt.

Aber Pfarrer Klaus Huber hat nicht nur unser deutsches Programm gehört, sondern einen iranischen Mittelwellensender in Qom, und zwar über die Mittelwellenfrequenz 1467 kHz am 19. April.

 

"Liebe Redaktion der Stimme des Iran. Ich bitte Euch heute – wenn möglich – den Empfangsbericht

an IRIB Ghom weiter zu leiten, da ich mich auf eine Bestätigung des seltenen Mittelwellen-Empfangs freuen würde.

Herzliche Grüße Klaus Huber"

Zum Thema Mittelwellenempfang haben noch einige andere im Hörerkreis etwas zu sagen, deshalb ist es heute nicht mehr möglich auf dieses Thema einzugehen. Es wird verschoben auf ein anderes Mal.

Zum Thema der von uns versendeten Weihnachtspost mit den DVDs des Filmes "Heilige Maria"passt aber noch der Brief von Hans-Peter Themann in Helsa, der uns folgende Zeilen vom 16. März in die Redaktion nach Teheran schickte:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

den letzten großen Brief, den ich Ende Januar 2016 von Ihnen erhielt, mußte ich leider wieder zurück senden lassen, weil der deutsche Zoll in Kassel mir den Brief nur ausgehändigt hätte, wenn ich 28,50 Euro Gebühr bezahlt hätte.

Begründung: Ich sollte entweder eine Bestellung oder eine Wertangabe vorlegen können; es war auch kein Vermerk auf dem Brief als Geschenk eingetragen.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, das unsere Behörden/Zoll in Kassel so handeln; es ist einfach nur bedauerlich. Alle bisherigen Briefe von Ihnen, die über das Zollamt in Frankfurt ankommen und dort abgefertigt werden, habe ich problemlos erhalten. Dieser Brief ist wegen "Überlastung" von Frankfurt nach Kassel weitergeleitet worden und in Kassel wurde anders entschieden.

Hiermit entschuldige ich mich für dieses Verhalten."

Lieber Herr Themann, es tut uns auch leid, dass es bei Ihnen so gekommen ist. Das gleiche Schicksal hatten auch unsere DVDs, die wir an Ulrich Wicke in Felsberg geschickt haben, sie wurden aus dem gleichen Grund wieder zurück geschickt.

Liebe Hörerfreunde wir bringen Verständnis auf wenn Sie die Annahme unserer Sendung aus diesem Grund verweigert haben.

Mehr Glück hatte unser Hörerfreund Stefan Lipsius, in Kassel, also im gleichen Zollamtsgebiet. Hören Sie, was er zu unserer Weihnachtspost zu berichten hatte:

 

"Liebe Freunde,

gerne teile ich Ihnen mit, dass ich heute (11.02.2016) Ihre Post mit den Weihnachtsgrüßen und den vier DVDs, sowie dem "Friedens-Gedicht" erhalten habe! Ganz herzlichen Dank für die Übersendung! Leider kam Ihre Post in einem ziemlich "aufgelösten" Zustand bei mir an. Die Sendung war wegen Beschädigung (zerrissener und stark beschmutzter Umschlag) von der Deutschen Post AG in eine Plastikfolie eingeschweißt worden.

Zudem muss Ihre Postsendung länger beim deutschen Zoll gelegen haben. Die Sendung war mit einem roten Aufkleber "Zollpflichtige Sendung" sowie dem Hinweis "Keine Auslieferung an den Empfänger. Auslieferung nur an ein Zollamt" versehen. Daneben befand sich aber noch ein grüner Aufkleber, wonach die Sendung "zollamtlich abgefertigt" wurde.

Ich gehe daher davon aus, dass nachträglich festgestellt wurde, dass es sich nicht um zollpflichtige Gegenstände bzw. eine zollpflichtige Postsendung handelt. Ich bin gespannt, inwieweit andere Hörerinnen und Hörer ebenfalls inzwischen Ihre Weihnachtspost erhalten haben bzw. diese tatsächlich gegen Zahlung einer Gebühr (?) aus einem Zollamt auslösen mussten...

Ihr Stefan Lipsius"

Wir finden es sehr komisch, das wohl beim gleichen Zollamt solche unterschiedlichen Entscheidungen getroffen wurden.

Für heute verabschieden wir uns, und bedanken uns bei allen, die uns durch die Sendung begleitet haben. Wir freuen uns, wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind.

Choda hafez - Gott schütze Sie!