wir und unsere Hörer- Teil 60
Hörerpostsendung am 8. Mai 2016 - Bismillaher rahmaner rahim Geburtstag im Frühling liebe Hörerfreunde, welch eine Freude und schöne Fügung, welch doppeltes Glück. Und wir haben gleich zwei Hörerfreunde in der Runde, von denen wir wissen, dass sie in den nächsten Tagen Geburtstag haben. Der eine ist unser geehrter "5000-er" Heinz-Günter Hessenbruch aus Remscheid, der in diesem Jahr auch noch einen besonderen Geburtstag zu feiern hat, und zwar den 70!
Das zweite Geburtstagskind hat noch ein paar Jahre Zeit bis zu diesem Ehrentag und wir hoffen, dass er dann auch noch immer IRIB in Deutsch hört – es ist Karl-Heinz Grüttner in Ehrenhain.
Wir haben ein Gedicht gefunden, das speziell für Geburtstagskinder im Frühjahr geschrieben wurde. Es ist von dem deutschen Dichter Friedrich Wilhelm Güll, der im 19. Jahrhundert lebte.
Geburtstag im Frühling
Im Garten blühn schon ein Weilchen
Schneeglöckchen, Krokus und Veilchen.
Da hab ich nicht lang bedacht
und ein schönes Sträusschen gemacht.
Das bringe ich dir zum Geburtstagsfest.
Der Frühling dich schön grüssen lässt.
Er sagt mit allem Sonnenschein
kehrt er so gerne bei dir ein.
Damit dein neues Lebensjahr
sei sonnig, fröhlich, hell und klar.
Schön wäre es, wenn unsere Postsendung mit den 4 DVDs des Maria-Films noch zum Ehrentag bei Herrn Hessenbruch ankäme – vielleicht geschieht ja noch ein Geburtstagswunder.
Liebe Hörerfreunde denken Sie aber nicht, dass diese IRIB-Post an Herrn Hessenbruch schon seit Dezember unterwegs ist. Nein, sie ist erst im Februar auf den Weg gegangen, und da hat sie ja noch Zeit anzukommen. Meinen Sie nicht auch.
Sie wissen ja schon, dass Herr Hessenbruch weit über 5000 Empfangsberichte für unsere Sendungen geschrieben hat, und Frau Zangeneh ihm in weiser Voraussicht noch zu ihrer Zeit ein schönes Geschenk – einen handgemalten Isfahaner Emailleteller - organisiert hat, das schon vor der Erstattung des 5000. Berichtes nach Remscheid ging. Anscheinend wurde seinerzeit aber noch keine Urkunde für die enorme Leistung ausgestellt. Das haben wir inzwischen nachgeholt und sie ist auch angekommen. Daraufhin schrieb Herr Hessenbruch am 17.April:
"Guten Tag liebes Team,
gestern habe ich mit der Tagespost die schöne Urkunde zur Bestätigung meiner 5000 Hörberichte bekommen, eine weitere QSL-Karte und eine Ansichtskarte mit dem Foto einer reichverziertenTüre.
Vielen lieben Dank sage ich dazu.
Der blau-weiß emaillierte Kupferteller hängt in meinem Arbeitszimmer an der Wand, ja er wird mich immer daran erinnern, wie oft ich Ihren Sendungen gelauscht habe.
Hier im Bergischen Land, in dem ich zuhause bin, hat blau-weiß auch eine lange Tradition.
Es gab und gibt blauweiße Ess - und Kaffeegeschirre. Wir sagen zu diesem weißen Porzellan, das mit blauen Ornamenten verziert ist, Stroh - oder Zwiebelmuster. Aber nicht nur Porzellan ist damit verziert, sondern auch viele Töpfe, Kannen und Schüsseln usw., tragen dieses Muster. Zudem auch Fliesen und Kacheln, die hinter den Küchenöfen und in der Küche selbst angebracht waren bzw. sind.
Ich wünsche Ihnen allen eine friedliche, zufriedene Zeit,
mit Gruß Ihr Heinz Günter Hessenbruch"
Vielen Dank lieber Herr Hessenbruch für diese interessanten Informationen. Und in diesem Zusammenhang haben wir auch noch eine vielleicht interessante Information für Sie und alle Hörerfreunde über das beliebte "Zwiebelmuster". Bei Wikipaedia heißt es:
Das Zwiebelmuster stellt in Wahrheit keine Zwiebeln dar, sondern Granatäpfel und Pfirsiche – Symbole der Fruchtbarkeit und Langlebigkeit. Das Meißener Zwiebelmuster entstand nach einem etwas anders strukturierten chinesischen Vorbild, das die drei gesegneten Früchte beinhaltete: Pfirsich, Granatapfel und Zitrone (eine gestreifte Melonen- bzw. Tigerzitrone als Fruchtvariante). In der Meißener Gestaltung verschmolz letztere fälschlicherweise mit dem Granatapfel zur Zwiebel.
Na ja, Sie wissen ja, woher Granatäpfel und Pfirsiche kommen, nämlich aus unserem Land. So schließen sich die Kreise.
Bevor wir den langen Brief des zweiten Geburtstagskindes vorlesen, gibt es jetzt erst einmal unser heutiges Musikstück, das wir allen Geburtstagskindern in der Runde widmen.
Unser zweites Geburtstagskind hat uns vor Kurzem auch mal wieder geschrieben, und zwar recht ausführlich, wofür wir vielmals danken. Der Brief ist sehr interessant und auch die Bilder dazu, schade, dass wir die Ihnen nicht auch zeigen können. Aber den Brief, der uns per Mail erreichte, lesen wir gerne vor, und zwar Herr Radschabi und ich abwechselnd, denn er ist so lang, dass es einer von uns nicht schaffen würde, ihn am Stück zu lesen:
Ehrenhain, 24.04.2016
Hallo liebes IRIB-Team,
ganz herzliche Grüße aus der Ferne! Ich hoffe es geht Ihnen allen gut!
Ich muss im 'Gutgehen', so hoffe ich, nur eine kleine Pause einlegen, denn als ich nach erfolgter Sommerradmontage am Pkw die Winterräder aus dem Auto ausladen wollte, rutschte eines davon unkontrolliert ab und...na ja, meine Hand war im Weg.... und das Rad quetschte mir den fünften Finger rechts. Sehr schmerzhaft! Musste auch operativ behandelt werden. Ich hoffe, es bleibt nichts zurück.
Man sollte es nicht glauben, aber der vierte Monat ist nun auch schon wieder fast vorbei. Die Zeit scheint immer schnelllebiger zu werden! Oder kommt einem das mit zunehmenden Alter nur so vor? Keine Ahnung.
Ich kann mich nur erinnern, als ich noch zur Schule ging und die 7-wöchigen Sommerferien begannen ..... mandas war eine lange Zeit. Die einzelnen Wochen schienen gar kein Ende zu nehmen. Lang, lang ist’s her.
In Ihrer letzten Briefkastensendung erwähnten Sie, dass die Hörergemeinschaft von IRIB auch wie eine große Familie ist. Das hat mich sehr beeindruckt. Eine Ehre für mich, mit dazu gehören zu dürfen, auch wenn es bei mir immer wieder Zeiten des Schweigens gab.
Die geschilderte Geschichte über die geleistete Hilfe des Hörerfreundes Michael Lindner an den Hörerfreund Karl-Heinz Probst hatte mich sehr bewegt. Herzliche Grüße an beide Hörerfreunde von mir und weiterhin good dx mit IRIB!
Als ich mit dem Hören von Kurzwellensendungen begann, schrieb man das Jahr 1969 und die politische Welt war noch eine ganz andere. Deutschland war geteilt und unter den Blöcken der NATO und des Warschauer Paktes aufgeteilt. Bei uns in der DDR schien alles in Ordnung zu sein, so jedenfalls war der alltägliche Tenor in den hiesigen Medien. Die DDR-Presse, der DDR-Rundfunk und die ‚Aktuelle Kamera’, die Haupt-nachrichtensendung im DDR-Fernsehen am Abend, taumelte von einer Erfolgsmeldung zur anderen. Erich Honecker, der damalige Partei- und Regierungschef, und seine ihn begleitenden Machteliten nahmen in den Nachrichtensendungen stets den gefeierten ersten Platz ein. In der Wirtschaft glänzte alles und die Pläne wurden immer übererfüllt. Das SED-Parteiprogramm nannte sich blumig - Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik - und sollte zukunftsorientiert die entwickelte sozialistische Gesellschaft verwirklichen. Doch der schöne Schein trug. Wir nannten das Hofberichterstattung!
Der kalte Krieg zwischen West und Ost und sonstige außenpolitische Ereignisse schienen weit weg zu sein und nahmen den kleinsten Teil der Berichterstattung ein. Was nicht in den sozialistischen Realismus passte, wurde gleich ganz verschwiegen.
Die Wahrheit aber war, dass in den 80iger Jahren das Boot „DDR“ eine wirtschaftlich gefährliche Schieflage erhalten hatte. Die westliche Auslandsverschuldung stieg ins bodenlose. Trotzdem wurde die Staatsführung nicht müde zu behaupten, dass die DDR Platz acht unter den weltweit führenden Industrienationen behaupten würde.
Klar konnte man sich über den Rundfunk und das Fernsehen der BRD andere Informationen verschaffen. Westfernsehen konnte, außer im Raum Dresden, fast jeder sehen. Das ließ sich nicht verbieten und wurde in den 80ziger Jahren legalisiert. Ich selbst war Vorsitzender einer sogenannten Antennengemeinschaft in unserem Wohngebiet. Nur so konnten die kostenaufwendigen privat finanzierten Antennenanlagen (jeder zahlte seinen Anteil natürlich auch sehr gern) gebaut werden. Der Lohn war ein qualitativ gutes Westfernsehbild am Abend für jeden.
Gegründete Antennengemeinschaften mit Vorsitzenden usw. waren die geforderte Voraussetzung für die Errichtung großer Gemeinschaftsantennen. Empfangen wurde dann bei uns DDR I, DDR II, ARD, ZDF, das Bayrische Fernsehen und der UKW-Rundfunk. 1988 kam dann noch auf dem Satellitenweg RTL und Sat 1 dazu. Viele Parteigenossen profitierten davon und waren stille Nutznießer.
Trotzdem - ‚Der Klassenfeind propagiert allabendlich im Wohnzimmer’, so bemängelten Parteihardliner diese Entwicklung. Doch sie ließ sich nicht mehr aufhalten.
Allerdings muss ich sagen, was an Berichterstattung aus dem Westen zu vernehmen war, war auch nicht gerade neutral und unabhängig ausgerichtet. Schließlich gehörte die BRD zum NATO-US-Machtbereich und berichtete einseitig in deren Interessen. Es wurde eben auf beiden Seiten gehetzt und gelogen.
So begann ich mich immer mehr selbst zu orientieren, hörte zunächst sehr gern die neutralen Auslandsdienste des Schweizer Radios, des österreichischen Rundfunks und die deutschen Sendungen von Radio Schweden. Die Kurzwelle wurde mir immer vertrauter und ich entdeckte immer mehr deutschsprachige Auslandsdienste anderer Länder. Überall hörte man zu ein und dem selben Themen unterschiedliche Meinungen. Das war hochinteressant! Der Erwerb von QSL erfolgte dabei so ganz nebenbei und war eher eine sich entwickelnde zufällige Begleiterscheinung. Dadurch wurde jedoch der Kontakt zum Sender hergestellt und freundschaftlich zementiert. Meine erste QSL überhaupt erhielt ich 1969 von Radio Bagdad, gefolgt von Radio Sofia. Das machte mir großen Spaß.
Dabei war das Anschreiben ausländischer Sender, insbesondere von denen aus dem sogenannten Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet, wie es damals hieß, unerwünscht, aber auch nicht verboten. Man konnte sich auf jeden Fall sicher sein, dass der gesamte Postverkehr mit dem Ausland von der Staatssicherheit bis ins Detail überwacht wurde. Wobei, dass Post unterschlagen wurde, kann ich nicht bestätigen.
Als ich im Jahre 1983 eine neue Tätigkeit als Einsatzleiter im grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr aufnahm und ich beruflich mit dem so genannten Westen zu tun hatte, da wurde mir ganz unverblümt nahe gelegt, dass ich dieses Hobby besser einstellen solle. Spätestens hier war mit klar, die wussten alles. Ja selbst Kontakte zu Radio Moskau solle ich unterlassen. Man muss sich das mal vorstellen. Unserem vorgeschriebenen 'Freundesland' traute man auch nicht mehr so richtig über den Weg. Aber es war besser man tat es!
Und heute? Ich glaube das Thema unabhängige Informationsbeschaffung ist wieder brandaktueller den je! Den zunehmend gleichgeschalteten, US-hörigen deutschen Medien kann man nicht mehr trauen. Leider haben viel zu viele Länder ihre Auslandsdienste eingestellt oder drastisch reduziert. Die internationale Medienvielfalt ist dadurch immer ärmer geworden. IRIB gehört zum Glück nicht mit zu jenen die reduzieren!
Gerade jetzt in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen, des syrischen Bürgerkrieges, des beginnenden Auseinanderdriftens der EU und der zunehmenden Flüchtlingsströme weltweit, sind unabhängige, frei von Meinungsmanipulation neutral berichtende Medien eine wichtige Forderung unserer Zeit. Schön das es das deutsche Programm von IRIB gibt! Man lernt ja durch IRIB auch soviel über den Iran kennen.
Übrigens, sehr gut hat mir auch wieder die Beitragesreihe ‚Mit uns durch den Iran’ gefallen. Ein wunderschöner Reisebericht über die Stadt Ãbãdãn am Persischen Golf. Berichtet wurde auch von den großen Zerstörungen im acht Jahre andauernden Krieg zwischen Irak und Iran, der in heimtückischer Weise durch das irakische Regime unter Saddam Hussein inszeniert wurde. Das vorher vom Westen so verhasste Saddam Hussein-Regime wurde nun plötzlich über Nacht zum Partner der USA und der meisten westlichen Allianzen erklärt. Das Ziel – die Regierung im Iran sollte mit Husseins Hilfe gestürzt werden. Doch man hatte sich verrechnet!
Ein "Glanzstück" der US-amerikanischen Wühltätigkeit nach dem Motto – 'der Feind meines Feindes ist mein Freund'. Das Blatt der Geschichte hatte sich aber schnell wieder gewendet. Geblieben war Trauer, Leid und sinnlose Zerstörung.
Die gesamte Reihe ‚Mit uns durch den Iran’ ist ja auch auf der Internetseite ParsToday archiviert. Da kann ich mir so nach und nach die noch nicht gehörten Folgen anhören.
Der Frühling in unseren Breitengraden will noch nicht so Recht in Gang kommen. Dennoch, es gab auch schon schöne warme Tage. Auch Ostern war doch insgesamt noch sehr schön geworden und inzwischen blüht es überall im Garten.
Anbei 2 Empfangsberichte. Sollten meine Angaben mit Ihren Eintragungen übereinstimmen, würde ich mich über eine weitere Empfangsbestätigung von I.R.I.B. sehr freuen.
Viele liebe Grüße aus dem Altenburger Land von
Karl-Heinz Grüttner"
Das war ein megalanger Brief Herr Grüttner und wir sind schon am Ende der Sendung angelangt. Vielen Dank für die Mühe und die interessanten Informationen sowie die Bilder der Frühlingsblüher in Ihrem Garten. Forsythien und Osterglocken leuchten in ihrem sonnigen Gelb um die Wette mit Primelchen und Krokussen, die noch andere Farbtupfer in den Garten bringen und die Hauskatze rekelt sich in den ersten Strahlen der Frühlingssonne – Die richtige Kulisse für das Osterfest.
Vielen Dank für Bilder und Empfangsberichte. Die Beantwortung der Fragen, die Herr Grüttner zur Rente in Iran gestellt hat, wird verschoben auf ein ander Mal, wir bitten um Verständnis.
Verschieben wollen wir aber nicht, an einen anderen wichtigen Jahrestag zu erinnern, auch wenn er uns ein trauriges Ereignis ins Gedächtnis ruft – wir meinen den 1. Todestag unseres langjährigen und stark mit uns verbundenen Hörerfreundes Wilfried Hofmann aus Rechtsupweg. Sein Platz in unsrer Hörerrunde ist nun schon über ein Jahr leer. Möge er in Frieden ruhen.
Damit verabschieden wir uns von Ihnen und wünschen Ihnen allen eine gute Zeit – Choda hafez – Gott schütze Sie!