May 21, 2016 14:31 CET

Hörerpostsendung am 15.Mai 2016 Bismillaher rahmaner rahim Es ist wieder soweit liebe Hörerfreunde, da sind wir wieder, wir hier im "Funkhaus von IRIB" in Teheran am Fuße des Elburs-Gebirges. Und wir hoffen, dass Sie auch wieder da sind in Ihrer Hobbyecke, in Ihrem Freizeitdomizil, in Ihrem Abschalt- und Einschaltstübchen, in Ihrem Funk- und DX-Türmchen oder wie er auch immer heißen mag, der Ort an dem Sie mit "Uns und unseren Hörern" am Sonntagabend gerne zusammen sind.

Also wir rechnen auch heute mit Ihrer Anwesenheit und freuen uns, wenn Sie eingeschaltet haben beim deutschsprachigen Programm von IRIB in Teheran. Hören wollen und hören können, das gehört zusammen, wenn auch die Wege vielfältig sind. Angefangen hat alles mit der Kurzwelle, aber heutzutage gibt es ja noch andere Wege der Übertragung, und die machen der Kurzwelle Konkurrenz. Über das Für und Wider der verschiedenen Übertragungswege und vor allem auch den Wegfall der morgendlichen Ausstrahlung des IRIB-Programms über die Kurzwelle, geht es heute schwerpunktmäßig in den Zuschriften aus dem Hörerkreis, die wir vorlesen wollen.

Ihnen allen, die Sie sich die Mühe gemacht haben, uns wieder zu schreiben, Empfangsberichte anzufertigen, die Programme zu kommentieren, usw., wollen wir deshalb zunächst vielmals danken!

Um zu erfahren, ob Ihr Name und Ihre Zuschrift heute schon im Programm dabei ist, dafür müssen Sie am Empfänger bleiben und sich überraschen lassen. Also dann, nach ein wenig Musik geht es los. Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit.

Lesen wir heute zunächst die Zuschrift von unserem langjährigen Hörerfreund Fritz Andorf vor, denn im neuen Jahr haben wir noch gar nichts von ihm gehört. Deshalb holt er auch weit aus in seinen Zeilen, wie Sie gleich erfahren werden:

 

"Liebes IRIB-Team,

nun wird es aber höchste Zeit, dass ich mich für Ihre reichhaltige Post bedanke, die in der letzten Zeit bei mir eingegangen ist. Vielen Dank also für die Bestätigung meiner Berichte vom 13. und 15.11.2015 auf einer Faltkarte mit der Abbildung einer prächtigen Moscheekuppel hinter einem langgestreckten Gebäude. Danke auch für die Beantwortung meiner Zuschrift in der Hörerpostsendung am 22.11. – wie von Ihnen mit E-Mail kurz vorher angekündigt.

Gefreut habe ich mich auch über die Weihnachts- und Neujahrsgrüße auf einer netten Karte, die beigelegten Gedanken zum Wort „FRIEDEN“ und die beiden Ansichts-karten (Bauwerk in Isfahan und Teppichknüpferinnen).

Und schließlich haben Sie mir mit den 4 DVDs eine Freude gemacht. Ich sehe mir sie nach und nach an und bin stets sehr angetan von den dargestellten Szenen mit guten Schauspielern. Zuletzt habe ich mir die Szene über die Heilige Maria angesehen, in der der Erzengel Gabriel ihr die Geburt eines Sohnes verkündet. Auch Zacharias und ihre Base Elisabeth treten auf. Das Geschehen entspricht insoweit ganz der Schilderung in der christlichen Bibel.

Nach Inkrafttreten der Sommerzeit Ende April habe ich natürlich gleich den Empfang auf den neuen Frequenzen getestet. Und ich bin eigentlich durchweg zufrieden. Dann habe ich versucht, das Programm auch auf den bereits angekündigten Morgenfrequenzen zu hören, leider immer vergeblich. Bis ich von anderen Kurzwellenfreunden erfuhr, dass die deutsche Morgensendung eingestellt worden ist. Darüber war ich doch sehr erschrocken, und ich frage mich, ob auf Dauer nicht auch die Abendsendung wegfallen wird.

Ich bedauere die Einstellung der Morgensendung sehr, weil ich sie besonders oft am Montagfrüh eingeschaltet habe, um die Wiederholung der sonntäglichen Hörerpostsendung zu hören. Dies traf besonders während der Sommerzeit zu, weil die Abendsendung im Sommer – bezogen auf die Ortszeit – eine Stunde später beginnt und ich dann meistens das Fernsehprogramm mit der Hauptnachrichtensendung „Tagesschau“ und dem anschließenden Film vorziehe. Dagegen lag die Morgensendung – bezogen auf die Ortszeit – im Sommer für mich als nicht mehr Berufstätigem zeitlich günstiger, weil ich nicht ganz so früh aufstehen musste. Ich würde es daher sehr begrüßen – und dies ist auch ein eindringlicher Appell an die IRIB-Leitung - , wenn der Beschluss zur Einstellung der Morgensendung rückgängig gemacht werden könnte.

In den heutigen Nachrichten wurde aus der Ansprache Ihres Präsidenten zum 1. Mai zitiert. Und ich freue mich sehr darüber, dass der Präsident in verschiedenen Bereichen von Erfolgen berichten konnte. Die wirtschaftliche Lage geht wieder aufwärts, die Öl- und Gasförderung ist gestiegen, ebenso sind die ausländischen Investitionen gestiegen. Berichtet wurde in dem Zusammenhang auch von einer Delegation Südkoreas, die sich in Teheran aufhält. Da kann man nur sagen: Gratulation! Denn dies ist ja wohl alles auf den Erfolg der Atomverhandlungen zurückzuführen, was sich nun auszahlt. Ich hoffe nur, dass die zusätzlichen Einnahmen auch dem iranischen Volk zugutekommen und die vor allem auch die Sozialleistungen erhöht werden.

Doch soweit für heute. Bis zum nächsten Empfangsbericht verbleibe ich Ihr Hörer Fritz Andorf"

Musik

Danke Herr Andorf, und wir freuen uns, dass es bei Ihnen mit dem Empfang gut klappt. Ihren Appell an die IRIB-Leitung werden wir mit den anderen Hörermeinungen ebenfalls in unsere Farsi-Sprache übersetzen und weiterleiten.

Das ist nämlich auch der Wunsch von Jörg Hoffmann zu diesem Thema. Er schrieb:

" Ich bedauere es sehr, dass das Morgenprogramm nun weggefallen ist. Für mich war diese Sendezeit sehr angenehm, um ganz entspannt Ihren schönen, abwechslungsreichen Programmen zuzuhören.

Dass die deutsche Redaktion diese Entscheidung nicht beeinflussen konnte, ist mir bewusst. Aber vielleicht könnten Sie mein, und das Bedauern vieler anderer Hörer in die "Chefetagen" von IRIB tragen.

Dennoch versuche ich, den deutschen Sendungen treu zu bleiben, um weiterhin über den Iran aktuell und umfassend informiert zu werden. Dafür nutze ich auch die Smartphone-App von IRIB, die sehr gut funktioniert und einfach zu bedienen ist.

Mit den besten Grüßen an das gesamte IRIB-Team,

Ihr Hörer Jörg-Clemens Hoffmann"

Vielen Dank auch ihnen Herr Hoffmann für Ihre Verbundenheit und Ihre Meinungsäußerung.

Spielen wir jetzt erst einmal unser heutiges Musikstück, bevor es mit den Hörerzuschriften zum Thema Kurzwelle weitergeht.

Am 11. Mai 2016 hörte uns Ralf Urbanczyk in Eisleben und er hat ebenfalls einen wichtigen Standpunkt zum Ausfall der Morgenfrequenzen zu vermelden:

 

"Der Wegfall der Kurzwellenfrequenzen der Morgensendung hat mich ganz kalt getroffen.

Diese Sendungen habe ich mindestens so häufig gehört, wie die Abendsendungen.

Gerade am Wochenende waren diese für mich die erste Wahl, denn dann hatte ich störungsfreie

Zeit zum Radiohören, und andere Sender, deren Programme mich auch interessieren, senden

um diese Zeit nicht. Ich bin immer noch der guten alten Kurzwelle verbunden, obwohl der

Empfang im Internet für mich durchaus eine Option ist.

Bitte bestätigen Sie den Bericht mit Ihrer QSL-Karte.

Mit besten Grüßen, Ihr Hörer Ralf Urbanczyk"

 Vielen Dank Herr Urbanczyk, dass Sie Ihre Meinung zu Papier gebracht haben.

Auch Volker Willschrey geht es ähnlich wie Herrn Urbanczyk und den anderen Hobby-Kollegen, der Vormittag war für ihn eine gute Option die deutschsprachigen Sendungen zu hören. Hier ist die Mail von Herrn Willschrey vom 9. Mai zum Thema:

 

"Liebe Freunde von IRIB,

ich hoffe, es geht Ihnen gut. Leider gibt es ja die Vormittags-sendungen von IRIB nicht mehr, was sehr schade ist, denn um diese Zeit hatte ich am besten die Gelegenheit, Ihre Station zu hören. Abends habe ich da meistens Probleme, da es um diese Zeit viel zu tun gibt (privat) und ich um diese Zeit auch öfters TRT Ankara höre.

So hat es ein bisschen gedauert, bis ich wieder 10 Empfangsberichte zusammen bekommen habe. Der Empfang der Abendsendung ist nicht besonders gut, so dass ich zum besseren Verständnis der Programme auch auf die Möglichkeit zugreife, per Internet live zu hören.

Hier meine Berichte 1801 bis 1810. Über eine qsl-Bestätigung würde ich mich wieder freuen. Vielen Dank im Voraus.

Die besten Grüße nach Teheran, auch von meiner Familie.

Bis zum nächsten Mal, Ihr Volker Willschrey"

Lieber Herr Willschrey vielen Dank, wir werden auch Ihre Ansicht zur Sache aufnehmen in unseren Appell an die Verantwortlichen. Vielen Dank auch für die Kopie des Zeitungsartikels Ihres Freundes im Oman, der auf Ihre Leidenschaft, nämlich das Postkartensammeln eingeht. Kennen Sie noch andere Leute, die ähnliche Massen an Ansichtskarten gesammelt haben? Sie haben ja eine beachtliche Anzahl geschafft.

Aber darauf gehen wir gerne ein andermal ein.

Unser Hörerfreund Dieter Feltes bedauert ebenfalls den Ausfall der Morgensendungen per Kurzwelle:

"Leider sind die Frühsendungen weggefallen. Aber warum kann man die Frühsendung nicht mehr empfangen? Haben zu wenig Hörer um diese Uhrzeit die Sendungen verfolgt?"

 

Lieber Herr Feltes, falls Sie heute am Empfänger sitzen, dann haben Sie sicher durch die Zuschriften, die wir vorgelesen haben, gemerkt, dass dies nicht der Grund ist.

Wir haben ja schon verschiedentlich versucht zu erklären, dass es bei IRIB wohl auch in erster Linie um die Erhaltungskosten der Sendeanlagen geht, und da sozusagen versucht wird "an veralteter Technik" zu sparen.

So gerne wir hier in der Hörerpostabteilung möchten, dass die Kurzwelle erhalten bleibt, so müssen wir doch auch eingestehen, dass die modernen Techniken wie Satellit, Internet und Handy-App auf dem Vormarsch und nicht mehr wegzudenken sind.

Unser Hörerfreund Dietmar Wolf hat alles Für und Wider zu diesem Thema und den Neuerungen bei IRIB gut in seiner letzten Mail zusammengefasst und wir danken ihm dafür und wollen diese Mail nun heute abschließend vorlesen:

"Hallo liebes IRIB Team,

fast hätte ich vergessen meinen Empfangsbericht vom 1. Mai abzuschicken. Der Empfang war ganz gut, obwohl ich da auch schon besseren Empfang von IRIB hatte.

Zur neuen Homepage: Ihre neue Homepage gefällt mir gut. Sicherlich muss man sich erst mal wieder neu orientieren, was aber kein großes Problem darstellt. Vielmehr ist es mir persönlich wichtig, dass die Homepage sauber programmiert wurde, (Quellcodes) etc., und, dass die Seite schnell lädt. Außerdem wollte ich erwähnen, dass die Seite auch gut mit Android und Apple Handys nutzbar ist, das ist keine Selbst-verständlichkeit, denn nicht jeder arbeitet im mobilen Bereich gerne mit Apps. Also, an dieser Stelle mal ein großes Lob an die Programmierer.

Natürlich kann ich auch die Hörer verstehen, denen die neue Seite nicht so gefällt, oftmals liegt es aber auch an der Neuerung, an die man sich erst gewöhnen muss?

Genauso verhält es sich ja auch mit der Kurzwelle! Auch ich bin ein DX-er und kämpfe für den Erhalt der Kurzwelle…. leider habe aber auch ich die Zeichen der Zeit erkannt und verstehe, dass die Moderne im Radio Einzug hält.

 

Weiter schreibt Herr Wolf:

Ich selbst höre Kurzwelle, lade mir aber auch Podcasts herunter und besitze ein Internetradio. Dies macht mich zeitlich flexibler. So kann ich z.B. beim Sport Radio hören mit dem Smartphone. Auch die Zeit mit der Familie am Abend wird flexibler, denn ich muss nicht jeden Abend Kurzwelle hören um nichts zu verpassen!

Für unsere älteren Hörer ohne Internet sollte man aber wirklich eine akzeptable Lösung finden! Vielleicht kann man in einem Internet-Cafe immer gleich die Sendungen für eine ganze Woche downloaden. USB-Sticks und Mp3-Player gibt es bereits für 15, -- Euro ( Das nur mal so als Denkanstoß.)

Es ist wohl schwierig es immer allen Recht zu machen oder?

Natürlich sollte man auch bedenken, dass der Betreiber eines Auslandsrundfunksenders gerne sicherstellen möchte, dass seine Programme viele Personen erreichen und da sind wir alternde KW-Liebhaber nicht mehr ausschließlich die einzige Zielgruppe. Jüngere Leute haben oftmals gar kein Kurzwellen-radio mehr.

Zu guter Letzt möchte ich aber noch darauf hinweisen, dass gerade der Iran, der ja in puncto Sanktionen schon viel Leid erfahren musste, sich keinesfalls nur auf den Verbreitungsweg Internet verlegen sollte, denn so eine Internetverbindung ist auch mal schnell “gekappt” und dann nicht mehr erreichbar, wenn es dem Provider oder der Politik nicht gefällt!

Eine Kurzwellenübertragung ist für den Hörer anonym und der Radiosender kann eigentlich ziemlich sicher sein, dass er sein Zielgebiet erreicht!! Ja, die Kurzwelle bietet schon Vorteile, die gerade in der heutigen Zeit wieder viel wichtiger werden könnten.

So, das wären dann mal meine Gedanken dazu. Ich habe natürlich kein Anrecht auf Richtigkeit meiner Aussagen, möchte auch keinen Hörer kritisieren, aber vielleicht regt ja mein Beitrag etwas zum Nachdenken an?

Bitte um eine weiter QSL-Danke.

Beste Grüße aus Hammelburg

Ihr Stammhörer Dietmar Wolf"

 

Vielen Dank Herr Wolf, Sie haben weitere wichtige Aspekte angesprochen, die wir ebenfalls nach "Oben" weiterleiten wollen.

Nun sind wir noch gespannt auf die Post von Ottenau, denn beim Hörertreffen am 7. Mai sollte ja eine Unterschriften-Initiative gestartet werden, mit der man ebenfalls an die IRIB-Verantwortlichen in Teheran appellieren möchte.

Wir sind gespannt ob da was zusammengekommen ist und freuen uns, beim nächsten Mal vielleicht darüber berichten zu können.

Für heute dürfen wir uns schon wieder verabschieden. Die Zeit vergeht immer wie im Flug, schade.

Alles Gute für die kommende Maiwoche – möge es eine schöne werden.

Choda hafez – Gott schütze Sie!