Rohani fordert Garantien zur Wahrung Irans Interessen aus Atomabkommen
Teheran/London (ParsToday/IRNA) - Bei einem Telefonat mit der britischen Premierministerin Theresa May hat Irans Präsident die Notwendigkeit betont, die Interessen des Landes aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Atomabkommen) zu garantieren.
Unter Betonung darauf, dass für die Europäische Union die Zeit knapp werde, um Irans Interessen aus dem Atomabkommen zu garantieren, hob Hassan Rohani weiter hervor: Irans Interessen sollten klar definiert und auch garantiert werden, wie etwa beim Verkauf von Öl, in den Bereichen Gas, Petrochemie sowie den Bank- und Investitionsbeziehungen.
Nach den Worten des iranischen Präsidenten sind im Atomabkommen für beide Seiten Verpflichtungen verankert. Es sei also nicht hinnehmbar, dass nur eine Partei ihren Verpflichtungen nachkommen müsse. Er fügte hinzu: Mit dem Weiterverbleib Irans im Atomabkommen strebt Teheran die Garantierung seiner Interessen an, und das obwohl die Gegenseite bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen kein zufriedenstellendes Verhalten an den Tag gelegt hat.
Den Austritt der USA aus dem Atomabkommen bezeichnete Rohani als rechtswidrig, unverantwortlich und im Widerspruch zur Resolution 2231 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.
Die britische Premierministerin betonte ihrerseits ebenfalls die Wahrung des Atomabkommens seitens sämtlicher Vertragsparteien und sagte: Das Ziel der Europäischen Union ist es, das Atomabkommen zu halten. London und seine europäischen Partner werden sich nach besten Kräften um die Beibehaltung der Vereinbarung bemühen, damit Iran in den Genuss der Bestimmungen dieses Abkommens kommt.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag vergangener Woche das Atomabkommen als ergebnislos bezeichnet und trat unter Vorbringung haltloser Anschuldigungen gegen Iran aus der Vereinbarung aus. Er tat dies, obwohl die anderen Vertragsseiten und viele Länder weltweit ihre Unterstützung für den internationalen Atom-Deal bekundet hatten.