Irans Außenminister nennt Trumps Schadenfreude über Türkei-Sanktionen unverschämt
Teheran(ParsToday)- Die Schadenfreude des amerikanischen Präsidenten, Donald Trump, über die neuen Sanktionen gegen die Türkei sei nach Ansicht des Irans Außenminister, Mohammad-Dschawad Zarif, eine Unverschämheit.
In einer am Samstag veröffentlichten Twitter-Botschafter riet Zarif der Trump-Regierung dazu, ihre Sucht an Sanktionen und Unterdrückung beiseite zu legen, denn sonst werde sich die Welt gegen Washington vereinen.
In dieser Botschaft sicherte Irans Außenminister der Türkei die Unterstützung zu und unterstrich: "Wir haben in der Vergangenheit unsern Nachbarn zur Seite gestanden und das werden wir erneut machen."
Wegen des Vorgehens der Türkei gegen den amerikanischen Pastor Andrew Brunson verhängt die US-Regierung Sanktionen gegen zwei türkische Minister. Betroffen seien Justizminister Abdulhamit Gül und Innenminister Süleyman Soylu, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington. „Beide haben führende Rollen bei der Inhaftierung und Festnahme von Pastor Brunson gespielt.“
Brunson werden Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und zur Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Erdogan macht Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich und fordert von den USA dessen Auslieferung. Im vergangenen September hatte Erdogan einen möglichen Austausch Brunsons gegen Gülen angedeutet.
Die Türkei reagierte mit Vergeltung: Der türkische Präsident Erdoğan ordnete an, mögliche Vermögen des US-Justizministers und des US-Innenministers in der Türkei einzufrieren.