Ausbau der Zusammenarbeit mit China ist Priorität der iranischen Regierung
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Teheran/Peking (ParsToday) - Der iranische Präsident Ebrahim Raisi hat am Mittwoch bei einem Telefonat mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping den Ausbau der strategischen Beziehungen zu China bekräftigt.
(last modified 2025-08-23T09:00:00+00:00 )
Aug 19, 2021 10:09 Europe/Berlin
  • Ausbau der Zusammenarbeit mit China ist Priorität der iranischen Regierung

Teheran/Peking (ParsToday) - Der iranische Präsident Ebrahim Raisi hat am Mittwoch bei einem Telefonat mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping den Ausbau der strategischen Beziehungen zu China bekräftigt.

Der Ausbau der Kooperationen mit China gehöre zu den Prioritäten Irans auf der außenpolitischen Ebene, sagte Raisi bei seinem Telefongespräch mit Xi. 

Der iranische Präsident dankte Peking ferner für seine Haltung gegenüber Iran in verschiedenen Fragen. Dazu gehöre die Unterstützung für Teheran gegen den US-Unilateralismus, einschließlich ihren Ausstieg aus dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan JCPOA mit Iran, sagte er. China verurteilt regelmäßig die unmenschlichen Sanktionen, die die USA nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen erneut gegen Iran verhängt haben.

Die USA müssten ihr Engagement gegenüber Iran "mit Taten" bekunden, sagte Raisi und fügte hinzu, dass dies erforderte, dass Washington die Verletzung seiner Verpflichtungen einstellt und die Sanktionen aufhebt. 

Der iranische Präsident dankte China auch für die Unterstützung der Mitgliedschaft Irans in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO).

Raisi forderte Peking zudem auf, die Lieferung von Millionen Dosen von COVID-19-Impfstoffen zu beschleunigen, die Iran von China gekauft hat, um die Pandemie bekämpfen zu können.

Ferner erklärte der iranische Präsident die Bereitschaft Irans zur Herstellung von Sicherheit, Stabilität und Frieden in Afghanistan. Der Abzug der Ausländer aus diesem Land sowie die Erfahrungen in der Vergangenheit zeigten, dass es die Afghanen seien, die sich zusammenschließen müssten, um die Sicherheit und Entwicklung des Landes zu garantieren, sagte Raisi weiter.

Das chinesische Staatsoberhaupt sagte seinerseits, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Peking in den letzten 50 Jahren verschiedene internationale Entwicklungen überstanden hätten. Nach Abschluss des umfassenden chinesisch-iranischen Kooperationsabkommens begannen sich die Beziehungen noch "bemerkenswerter" zu glätten, sagte Xi.

Er dankte Iran außerdem für seine Unterstützung für Chinas "grundlegende Interessen" und sagte, die Unterstützung seines Landes für die Mitgliedschaft Irans in der SCO entspreche den "langfristigen Interessen" der Organisation.

Xi bezeichnete zudem den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen als Quelle der Probleme, die derzeit das Abkommen umgeben, und sagte, China "unterstütze die logischen Forderungen Irans".

Am Mittwoch erörterten auch der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit und gratulierten einander anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Zarif nutzte die Gelegenheit, um noch einmal die Bedeutung des bilateralen strategischen Partnerschaftsabkommens hervorzuheben.

"Ich glaube, dass die Außenministerien beider Länder im sechsten Jahrzehnt ihrer Beziehungen, während sie die bestehenden Beratungsmechanismen für den Ausbau der Kooperationen stärken, auch engere und allseitige Konsultation über die regionalen sowie internationalen Fragen im Rahmen der Herstellung von Frieden und der weltweiter Stabilität auf ihre Agenda stellen könnten", so Zarif.

Yi feierte seinerseits in seiner Botschaft an Zarif "die Fortsetzung, den Fortschritt und die Entwicklung", die die diplomatischen Beziehungen seit ihrer Gründung erleben.