Frankreich fordert Erhalt des Atomabkommens
Paris (ParsToday/ Al Jazeera) – Als Reaktion auf die Maßnahme Irans, einige seiner Verpflichtungen aus dem Atomabkommen auszusetzen, hat Frankreich mit neuen Sanktionen gegen Teheran gedroht.
Der Präsident der Islamischen Republik Iran, Hassan Rohani, hatte heute früh einen teilweisen Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen bekanntgegeben. Das gelte für den Fall, dass Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China nicht innerhalb von 60 Tagen dafür sorgen, dass Iran wie zugesichert vor den Folgen der US-Sanktionen geschützt wird.
Daraufhin teilte das französische Außenministerium in einer verbreiteten Erklärung mit, es sei möglich, dass die Europäer die Sanktionen gegen Iran wiedereinsetzten.
Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly reagierte auch auf die Entscheidung Irans und sagte, nichts sei schlimmer als der Ausstieg Irans aus dem Deal und Europa wolle diesen Deal aufrechterhalten.
Gleichzeitig räumte sie ein, dass Iran seine Verpflichtungen bisher erfüllt habe.
Parly versprach erneut, dass Frankreich, Großbritannien und Deutschland, die europäischen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens, alles tun werden, um es am Leben zu erhalten und die iranische Wirtschaft gegenüber den Sanktionen zu unterstützen.
In einer heute Live übertragenen Fernsehansprache warf Rohani den europäischen Partnern wiederholt vor, ihre Zusagen zum Schutz der Öl- und Finanzwirtschaft des Landes nicht einzuhalten. Er betonte, Iran mache nun von seinem „Recht Gebrauch, auf einen Vertragsbruch zu reagieren“.