Frankreich gibt zu: US-Druck auf Iran hat keine Wirkung
Paris (ParsToday) - Die Sprecherin des französischen Außenministeriums Agnès von der Mühll hat die Nutzlosigkeit der US-Druckausübung auf Iran zugegeben.
"Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hat vor kurzem unterstrichen, dass Paris die US-Poltik des maximalen Drucks auf Iran und die Verschärfung der Iran-Sanktionen für unangemessen und ergebnislos halte", sagte Agnès von der Mühll am Mittwoch in einem Fernsehinterview. Sie behauptete zugleich, dass die erzielte Atomvereinbarung mit Iran nicht ideal sei und vervollständigt werden müsse.
Nach der Erhöhung des US-Drucks auf Iran durch die Wiedereinführung von Sanktionen im Öl- und Bankensektor sowie Verhängung neuer Sanktionen informierte der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans am 8. Mai in einer Mitteilung die Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens über den Beschluss Teherans, die Erfüllung einiger der Verpflichtungen aus dem JCPOA einzustellen. Teheran gab den europäischen Vertragspartnern eine Frist von 60 Tagen um mit praktischen Schritten die Atomvereinbarung einzuhalten. Sollte dies nicht geschehen, will Iran weitere Schritte zur Reduzierung seiner Verpflichtungen aus dem Atomabkommen unternehmen.
Teheran hat jedoch bekräftigt, es sei bereit, die Erfüllung seiner früheren Verpflichtungen wiederaufzunehmen, falls die weiteren Vertragspartner, insbesondere Großbritannien, Deutschland und Frankreich ihre Verpflichtungen aus dem Atomabkommen einhalten.